Erstellt am 09. März 2016, 05:04

von NÖN Redaktion

Pfarrer und Kurator übergaben Spenden. Um hohe Kosten für Überweisung zu sparen, reisten Pfarrer Lászlo Guthy und Kurator Werner Gangoly selbst ins Krisenland.

Herzlichen Empfang. Lászlo Guthy und Werner Gangoly brachten Spendengelder in die Ukraine.  |  NOEN, privat
Die Reformierte Kirche Oberwart initiierte eine österreichweite Spendenaktion für das diakonische Zentrum im ukrainischen Beregszász. Die Stadt liegt nur zehn Kilometer von der ungarischen Grenze entfernt, umso besser klappte die Kommunikation für Pfarrer Lászlo Guthy und Kurator Werner Gangoly.

Die beiden reisten nämlich persönlich in die Ukraine, um die Spenden zu übergeben. „Eine Überweisung hätte unglaubliche 45 Prozent betragen“, erzählen sie.

Die Eindrücke ihrer 650 Kilometer langen Reise werden sie nicht mehr so schnell vergessen: „Junge Männer gehen weg, weil sie nicht in den Krieg wollen, eine hohe Arbeitslosigkeit und häufige Überschwemmungen machen der Region schwer zu schaffen. Aber die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung ist gigantisch.“

Die Spende in der Höhe von 9.000 Euro wurde an Superidendentialkurator Béla Nagy übergeben, mit dem Geld sollen die dringendsten Hilfeleistungen für die Menschen in der Region finanziert werden.