Erstellt am 02. Mai 2012, 00:00

Pflege: ÖVP fordert Plan. HEISSES EISEN / 50 Tage nach der Volksabstimmung über den Umbau des Hotels GIP in ein Heim geht die ÖVP in die Offensive.

VON MICHAEL PEKOVICS

GROSSPETERSDORF / Am 11. März haben sich bei einer Volksabstimmung 80,6 Prozent der Bürger gegen den Umbau des Hotels GIP in ein Altenheim ausgesprochen. Genau 50 Tage danach hagelt es von der ÖVP harte Kritik an SPÖ-Bürgermeister Wolfgang Tauss. „Die Bürger haben klar gesagt, was sie wollen: nämlich ein Hotel und ein Pflegeheim. Es grenzt an Arroganz, eine derart klare Entscheidung der Bürger einfach zu ignorieren. Weder der Bürgermeister noch die Regierungspartei SPÖ haben reagiert – es passiert einfach nichts“, sagt ÖVP-Bezirksgeschäftsführer und Gemeindevorstand Stefan Zlatarits.

Für Tauss ist das „der Beginn des Wahlkampfs“: „Wir sind in ständigem Kontakt mit der Landesregierung und dem Landesrat, um die Tagsatzvereinbarung so schnell als möglich nach Großpetersdorf zu holen.“ Der Vorwurf der ÖVP gehe ins Leere, denn: „Was hat die ÖVP für das GIP gemacht? Ich habe mich mit großen Reiseunternehmen in Verbindung gesetzt und Packages geschnürt, um Gäste nach Großpetersdorf zu bringen.“

Weit dürften die Gespräche mit dem Land aber noch nicht gediehen sein, denn im Gespräch mit der BVZ hält SPÖ-Landesrat Peter Rezar an seiner Entscheidung fest – auch wenn er laut Zlatarits bereits im Jahr 2006 zugesagt haben soll, dass Großpetersdorf 29 Tagsatzvereinbarungen bekommt: „Großpetersdorf kam damals mit dem Zusatz auf die Warteliste, dass erst dann eine Entscheidung getroffen wird, wenn die Situation rund um den Hirschenstein gelöst ist.“ Rezar bleibt dabei, dass die Tagsatzzusage an den Umbau des Hotels gebunden gewesen war: „Derzeit gibt es diesbezüglich überhaupt keine Gespräche. Vor der Evaluierung Ende 2013 werden grundsätzlich keine weiteren Tagsatzvereinbarungen getroffen.“

Neben der ÖVP schießt sich auch die FPÖ auf Tauss ein: „Er spielt den braven Parteisoldaten und steht damit auf der Seite seines Parteigenossen, aber nicht auf der Seite der Großpetersdorfer – am 7. Oktober wird abgerechnet“, sagt FPÖ-Obmann Stefan Philipp. Und Zlatarits fordert „Taten von der SPÖ“: „Innerhalb der nächsten zwei Wochen soll ein Plan auf dem Tisch liegen, wie es beim Pflegeheim weitergeht.“ Tauss dazu: „Die ÖVP kann leicht fodern …“