Erstellt am 03. April 2013, 11:54

Pinka-Hotel wird verkauft. Verhandlungen mit Käufer stehen kurz vor dem Abschluss. Rot Kreuz-Schulungszentrum bleibt erhalten.

Hotel zur Pinka  |  NOEN, BVZ
Von Michael Pekovics

Das Rote Kreuz will das „Hotel zur Pinka“ verkaufen. Geschäftsleiterin Tanja Haberler-König bestätigte gegenüber der BVZ, dass „wir schon länger mit einem potenziellen Käufer verhandeln, der Abschluss könnte bald bevorstehen. Deshalb will ich auch noch keine Namen verraten.“
 
Das einzige Hotel in Oberwart hat eine bewegte Vergangenheit hinter sich. Im Oktober 2008 gab es Schließungsgerüchte, außerdem stand die Möglichkeit im Raum, dass statt Hotelgäste Asylwerber untergebracht werden. Dazu kam es nicht, dafür wechselten die Pächter daraufhin beinahe im Jahrestakt. Nun steht das Hotel mit 27 Zimmern und 36 Betten vor dem Verkauf.
 
„Mit den Pächtern der vergangenen Jahre waren wir nicht zufrieden. Das hat sicher auch damit zu tun, dass es schwer ist, einen Pächter zu finden, der mit Herzblut dahinter steht und sich ordentlich engagiert“, sagt Haberler-König. „Außerdem stehen in naher Zukunft Investitionen in einer Größenordnung an, die wir uns nicht antun wollen.“ Dass das Gebäude renovierungsbedürftig ist, wurde vor knapp zwei Wochen ersichtlich: Aufgrund des starken Windes bröckelten Teile der Fassade ab.

Wie hoch die Kosten dafür sind, konnte Haberler-König nicht sagen. „Die Kosten-Nutzen-Situation ist für uns nicht mehr optimal. Außerdem passt die Verwaltung eines Hotels nicht zu unserem Kerngeschäft“, führt die Rot Kreuz-Geschäftsleiterin aus. Potenzial für den Betrieb sei aber vorhanden: „Die vielen Messen und auch die bevorstehende Sanierung des Krankenhauses könnten Nächtigungen bringen.“ Wie gut das Hotel zuletzt ausgelastet war, wusste Haberler-König nicht.
 
Fix ist, dass das Schulungszentrum des Roten Kreuz und auch die Räumlichkeiten der Landessicherheitszentrale erhalten bleiben. „Das wurde in den bisherigen Verhandlungen so fixiert.“