Erstellt am 03. Juni 2015, 09:48

von Eva-Maria Leeb

Pinkafeld: „Blaues Auge für SPÖ“. In Pinkafeld musste die SPÖ einen Verlust von 5,1 Prozent, die ÖVP gar von 9,5 Prozent hinnehmen. Die FPÖ hat 5 Prozent zugelegt und auch die Neos kamen hier auf 4,8 Prozent.

Andrang schon am Freitag. Der erste Wahltermin am 22. Mai wurde auch in Pinkafeld gut angenommen. Das Wahllokal im Rathaus war sehr gut besucht. Foto: Leeb  |  NOEN, Eva-Maria Leeb
Auch in der zweitgrößten Stadt des Bezirkes mussten SPÖ und ÖVP herbe Verluste hinnehmen. „Es ist enttäuschend, dass Arbeit bestraft wird“, kommentiert SP-Bürgermeister und Landtagsabgeordneter Kurt Maczek das Wahlergebnis. In Pinkafeld sei man mit einem blauen Auge davongekommen.

„Das zeigt mir, dass die Bevölkerung die Arbeit der SPÖ und auch meinen Job im Landtag schätzen“, so Maczek, der sich bei allen bedankt, die ihm eine Vorzugsstimme gegeben haben.

NEOS-Freude trotz Nichteinzug

Wer mit wem in Zukunft regieren wird, darauf will sich der Stadtchef noch nicht festlegen: „Die SPÖ arbeitet für die Menschen im Burgenland und wir brauchen einen Partner, der das auch tun will.“

VP-Landtagsabgeordnete Andrea Gottweis, die sich nicht mehr der Wahl gestellt hat, sagt zum Ergebnis ihrer Partei: „Wir haben schon Verluste erwartet, dieses Ausmaß aber nicht. Die Zugewinne der FPÖ waren überraschend. Für die Zukunft muss man eine Basis schaffen, auf der man Reformen aufbauen kann.“

Wahlgewinner ist auch in Pinkafeld die FPÖ. Landesgeschäftsführer und Gemeinderat Peter Jauschowetz sagt: „Wir haben zwar mit einem guten Ergebnis gerechnet, aber dass wir drei Mandate dazugewonnen haben, ist natürlich überraschend. Damit sind wir gestärkt und eine haben gute Verhandlungsposition.“

NEOS-Kandidat Eduard Posch hat vor allem in seiner Heimatgemeinde gut abgeschnitten. „Dieses Ergebnis freut mich sehr, auch, wenn wir den Einzug in den Landtag nicht geschafft haben.“ Insgesamt habe man aber ein kräftiges Lebenszeichen von sich gegeben.