Erstellt am 10. Juli 2014, 12:05

Ein Projekt fürs Herz. Bildung hilft / Diplomarbeit der HTL Pinkafeld ausgezeichnet. Absolventen erhalten „OVE-Preis 2014“ für portables EKG.

Cleveres Duo. Christopher Bruchmann und Michael Fink mit dem portablen EKG.  |  NOEN, zVg

Schule vermittelt Wissen. Und wissen hilft, wie Christopher Bruchmann und Michael Fink, beide Absolventen der Elektronik-Abteilung der HTL Pinkafeld, heute wiederum wissen. Die Schüler haben im vergangenen Schuljahr eine Diplomarbeit mit dem Titel „Portables EKG mit Android-Visualisierung“ erstellt und praktisch umgesetzt. Dafür sind sie vor Kurzem mit dem diesjährigen OVE-Preis ausgezeichnet worden.

Schnell und einfach wie Blutdruckmessgerät

Jedes Jahr vergibt der Österreichische Verband für Elektrotechnik Preise für wissenschaftliche und technische Arbeiten. Bewertet werden die Arbeiten einer fachkundigen Jury, wobei fachliche Qualität, die methodische Darstellung und auch die Aktualität ausschlaggebend sind.

Ziel der beiden HTL-Schüler war es, ein kostengünstiges EKG zu bauen, das so einfach zu bedienen ist wie ein Blutdruckmessgerät.

Diese Vorgabe haben Christopher und Michael umgesetzt. Die selbst gebaute Elektronik ist in einem Brustgurt integriert, den man sich einfach umschnallt. Dann werden noch drei Elektroden aufgeklebt und schon kann gemessen werden. Die Daten der EKG-Elektronik werden über Bluetooth an ein Android-Handy oder einen Tablet-Computer gesendet, wo das EKG-Signal angezeigt und gespeichert wird. Dazu haben die beiden jungen Elektroniker auch ein eigenes Android-App selbst geschrieben.

"Stellten sich der Herausforderung mit Bravour“

Christopher Bruchmann und Michael Fink haben ihre Diplomarbeit „Portables EKG mit Android-Visualisierung“ in der Kategorie „Messen, Zählen, Steuern, Regeln und Automatisieren“ eingereicht und unter allen HTLs aus Österreich den OVE-Preis 2014 gewonnen.

Thomas Schlaudoschitz, der betreuende Professor, erklärt die Idee hinter der Arbeit: „Tritt ein Notfall am Herzen ein, wird die Rettung gerufen. Bis der Notarzt kommt, sind wertvolle Minuten vergangen. Der Notarzt macht vor Ort eine Erstversorgung und bringt den Patienten ins Krankenhaus. Wird dort ein EKG gemacht, ist die lebensbedrohliche Situation vielleicht schon vorbei. Wichtig wäre es, ein EKG zu dem Zeitpunkt zu machen, wo der Notfall eintrifft, also noch vor dem Eintreffen des Notarztes. Genau dieser Herausforderung stellten sich Christopher und Michael mit Bravour.“