Erstellt am 25. Februar 2015, 09:40

von Michael Pekovics

Nächste Runde im Waschanlagen-Streit. Bescheide und Anzeigen / Mauer von Anrainer ragt auf Grund von Investor, der will den Abriss – und zeigt Ortschef Kurt Maczek an.

 |  NOEN, Eva-Maria Leeb
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In der vergangenen Woche wurde die nächste Runde im Pinkafelder Waschanlagen-Streit eingeläutet. Doch seit dem ersten BVZ-Bericht haben sich die Voraussetzungen etwas verändert.

Mittlerweile hat Projektbetreiber Thomas Rossmann nämlich heraus gefunden, dass die Stützmauer eines Anrainers (siehe Bild links oben) zum Teil auf sein Grundstück ragt – und eine Frist bis kommenden Samstag für den Abriss auf Kosten des Anrainers gesetzt.

Rossmann schießt scharf gegen Bürgermeister

„Wir wollen das nicht als Druckmittel einsetzen oder so Einsprüche verhindern. Aber wir können unsere geplante Lärmschutzwand sonst nicht errichten“, begründet Rossmann – und schießt scharf gegen Bürgermeister Kurt Maczek, der „teilweise schikanöses Verhalten an den Tag legt“: „Es gibt keinen Grund, warum es noch keine Bauverhandlung gibt, alle Unterlagen liegen vor, auch für den Sachverständigen ist alles klar.“

Aus diesem Grund gibt es jetzt eine Aufsichtsbeschwerde gegen Maczek bei der Gemeindeabteilung, um „den gesetzmäßigen Zustand, nämlich die unverzügliche Anberaumung einer Bauverhandlung herzustellen“.

Maczek: „Ich möchte das Projekt verhindern“

Der Bürgermeister sieht das naturgemäß anders und betont im Gespräch mit der BVZ, drei Monate Zeit für die Ansetzung der Bauverhandlung zu haben: „Die wird im März stattfinden, vorher wollen wir aber noch Stellungnahmen einholen, unter anderem auch vom Umweltanwalt.“

Seitens des Anrainers, dessen Mauer auf das Grundstück von Rossmann ragt, gibt es kaum noch Widerstand: „Eine Möglichkeit wären straßenbauliche Maßnahmen als Ausgleich.“

Für Maczek kommt das aber vorerst nicht infrage: „Ich bleibe dabei, ich möchte das Projekt verhindern und schütze meine Bürger vor Emissionen und Lärmbelästigung.“ Sein Vize Friedrich Luisser versucht zu beruhigen: „Ich habe immer gesagt, alle sollen sich an einen Tisch setzen. In solchen Fällen ist es immer wichtig, eine gute Gesprächsbasis zu haben.“