Erstellt am 20. Mai 2015, 14:49

von Eva-Maria Leeb

Sanierung verschoben. „Bitte warten“ heißt es weiter für die Sanierung der Neuen Mittelschule in Pinkafeld. Projekt soll jetzt genauer geplant werden.

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Bei der letzten Gemeinderatssitzung wurde der Punkt „Sanierung der Neuen Mittelschule“ von der Tagesordnung genommen.

Bestehende NMS für 400 Schüler ausgerichtet

SP-Stadträtin Brigitte Novosel sagt dazu: „Es bestehen noch viele offene Fragen beziehungsweise gibt es noch einiges zu tun, bevor eine Entscheidung, welche die geeignetste Variante ist, getroffen werden kann.“

Da wäre einmal die Evaluierung des Platzbedarfs. Die bestehende NMS sei für 400 Schüler ausgerichtet. „Vor 25 Jahren gab es tatsächlich nahezu 500 Schüler, jetzt sind es 150, Tendenz sinkend“, erklärt Novosel.

Weiters wäre zu klären, welche pädagogischen Schwerpunkte es gibt und welche sich daraus ergebenden Anforderungen an das Schulgebäude zu berücksichtigen sind oder auch, welche Schwerpunkte gesetzt werden.

Was kann sich die Gemeinde leisten?

„Im Juni ist die Erstellung eines mittelfristigen Finanzplanes in der Stadtgemeinde Pinkafeld geplant. Erst dann kann definitiv gesagt werden, was sich die Gemeinde Pinkafeld leisten kann, auch im Hinblick auf andere anstehende Projekte, wie etwa der Bau eines neuen Feuerwehrhauses“, sagt die SP-Stadträtin.

Zudem soll ein ordentliches Projektmanagement mit einem Zeitplan erstellt werden. „Es steht außer Streit, dass Handlungsbedarf besteht. Bevor die Stadtgemeinde Pinkafeld zwischen drei und sechs Millionen Euro ausgibt, gehören jedoch, im Sinne eines verantwortungsvollen Umgangs mit Steuergeld, alle Fakten auf den Tisch“, so Novosel.

Vor allem VP-Vizebürgermeister Friedrich Luisser ist über diese Vorgangsweise erbost, sieht er doch schon seit Längerem dringenden Handlungsbedarf: „Die ÖVP wurde von den bereits fünf Jahre lang andauernden ‚Überlegungen‘ einer Sanierung ausgeschlossen. Unverständlich ist auch, dass schon seit 2010 eine Sanierung versprochen, aber nichts entschieden wird.“