Erstellt am 15. Mai 2015, 19:14

von APA/Red

Hagel und schwere Unwetter-Schäden. Im Südburgenland haben Unwetter Mittwochabend zahlreiche Feuerwehreinsätze ausgelöst.

Besonders betroffen war nach Angaben der Landessicherheitszentrale Burgenland der Bezirk Oberwart. In Pinkafeld mussten Dächer abgedichtet werden, nachdem sie der Hagel durchschlagen hatte. Auch knapp 10.000 Hektar landwirtschaftliche Kulturen wurden vom Unwetter in Mitleidenschaft gezogen.

Nach ersten Schätzungen der Österreichischen Hagelversicherung dürften Schäden im Ausmaß von rund 1,5 Millionen Euro entstanden sein, hieß es in einer Aussendung.

Die meisten Einsätze gab es laut LSZ zwischen 19.00 und 21.00 Uhr. In Pinkafeld standen mehrere Keller und eine Bahnunterführung unter Wasser. Die Feuerwehr führte auch zwei Fahrzeugbergungen durch.

Ältere Dächer durch Hagel stark beschädigt

Laut Feuerwehr Pinkafeld kam es zu überschwemmten Kellern, kleinräumigen Überflutungen und Kellern, die von den vorbeifließenden Wassermassen akut bedroht waren.

Die Palette der Einsätze reichte bis hin zu durch den starken Hagel komplett zerstörten Dächern. Besonders ältere Dächer, die mit Eternitschindeln gedeckt wurden, waren stark in Mittleidenschaft gezogen. Die Dächer wurden von den Einsatzkräften der Stadtfeuerwehr mit Planen provisorisch abgedichtet.

Die Feuerwehr führte auch zwei Fahrzeugbergungen durch. Der Einsatz in Pinkafeld dauerte bis spät in die Nachtstunden, gegen Mitternacht entspannte sich die Lage für die Feuerwehr wieder etwas.

Viele haben die Schäden an ihren Dächern erst später bemerkt. Die Stadtfeuerwehr Pinkafeld sicherte die beschädigten Dächer provisorisch mit Planen und Sandsäcken. Auf einem Firmengelände in Pinkafeld hatte der Hagel einen Werbepylon aus Plexiglas zerstört. Die Trümmer drohten auf einen vorbeiführenden Gehweg zu stürzen.  Die Stadtfeuerwehr Pinkafeld demontierte mit Hilfe eines Krans den Pylon. 

In Loipersdorf und Oberschützen wurden die Einsatzkräfte ebenfalls bei Pumparbeiten benötigt. Von der Landessicherheitszentrale wurden Feuerwehren zu 17 Einsatzorten alarmiert. Dazu kamen noch zahlreiche Hilfeleistungen, bei denen die Wehren direkt angefordert wurden.

Auch in anderen Landesteilen war Hilfe nötig: In Lackendorf (Bezirk Oberpullendorf) kam es gegen 6.00 Uhr zu einem Trafobrand. In Windisch-Minihof (Bezirk Jennersdorf) mussten Straßen freigemacht werden.