Erstellt am 21. August 2013, 00:00

Platz eins in Österreich. Medizinstudium / Insgesamt haben sich 4.515 dem Aufnahmetest in Wien gestellt. Die Stegersbacherin Romy Prükler erreichte den ersten Platz im Zahnmedizin-Ranking.

Romy Prükler war die beste Teilnehmerin beim Aufnahmetest für das Zahnmedizin-Studium in Wien.  |  NOEN
Von Carina Ganster

REGION / Erstmals hat es Anfang Juli ein einheitliches Aufnahmeverfahren für das Medizinstudium an den Universitäten Wien, Innsbruck und Graz gegeben. Insgesamt 8.360 Kandidaten traten für 1.500 Studienplätze an. In Wien sind 4.515 Personen zum Test angetreten und ritterten um 740 Plätze.

Stegersbacherin trotz„gutem Gefühl“ mit langem Bangen

Eine von den 4.515 Bewerberinnen war Romy Prükler aus Stegersbach, die den Test für das Zahnmedizin-Studium machte. Die Südburgenländerin ist das erste Mal beim Aufnahmetest Wien angetreten. Mehr als einen Monat mussten die Bewerber um ihren Studienplatz zittern – wie auch Romy.

Als am Freitag die Ergebnisse feststanden, traute Romy Prükler ihren Augen nicht. Sie hat es unter allen Teilnehmern auf den ersten Platz geschafft.

„Trotz gutem Gefühl konnte ich nach dem Test keine Einschätzung abgeben. Da es sich um einen Leistungstest handelt, hängt es nämlich von den Fähigkeiten der anderen Teilnehmer ab, ob das eigene Ergebnis für einen Platz reicht oder nicht. Dass ich jetzt sogar auf Rang eins gelandet bin, hätte ich niemals erwartet, bereitet mir aber große Freude. Das viele Lernen hat sich bezahlt gemacht hat“, sagt die zukünftige Medizinstudentin stolz.

Männer schneiden besser ab: Prükler widerlegte Statistik

Über den Test meint Prükler: „Grundsätzlich ist der Test sehr nervenbeanspruchend, da er sich über einen ganzen Tag zieht. Eine gute Vorbereitung ist das A und O – mir halfen Fachbücher für den Basiskenntnistest und ein Vorbereitungskurs, um mir bessere kognitive und manuelle Fähigkeiten anzueignen. Als der Testtag zu Ende war, fiel mir ein riesiger Stein vom Herzen“.

Auch beim diesjährigen Auswahlverfahren an den Med Unis zeigt sich wieder ein Unterschied zwischen dem Ergebnis von Frauen und Männern. Männer schnitten deutlich besser ab. Nicht so die Stegersbacherin und entgegen aller statistischer Auswertungen gegen den Strom schwimmt.

Apropos, Romys Mama ist selbst Zahnärztin. Bei den Prüklers bewahrheitet sich also der alte Spruch: „Wie die Mutter, so auch die Tochter.“