Erstellt am 17. Juli 2014, 06:31

von Michael Pekovics

Plus trotz Problemen. Region Südburgenland | Getreideernte so früh wie selten zuvor gestartet. Probleme machen die „guten“ Voraussetzungen für Schädlingsbefall.

 |  NOEN, Erwin Wodicka (Erwin Wodicka)
Im Rahmen einer Pressekonferenz gab Landwirtschaftskammerpräsident Franz Stefan Hautzinger die diesjährigen Ernteprognosen bekannt.

„Starker Krankheits- und Schädlingsdruck spürbar“

„Nach dem milden und trockenen Winter und dem sehr kühlen und feuchten Frühjahr konnten sich vor allem die Getreidebestände gut entwickeln“, strich Hautzinger das Positive hervor, vergaß dabei aber nicht auf das Negative: „Aufgrund dieser besonderen Witterungsverhältnisse war heuer ein sehr starker Krankheits- und Schädlingsdruck spürbar.“

Besonders der Drahtwurm und die Saatenfliege setzten den landwirtschaftlichen Kulturen deutlich zu. Gemildert wurden die Umstände durch sachgemäß angewandten Pflanzenschutz und die richtige Fruchtfolge.

Heuer ist mehr Ernte als 2013 zu erwarten

Die zu erwartende Erntemenge sieht aus heutiger Sicht recht passabel aus (+ 15.000 Tonnen). Auf mittel- und schwergründigen Böden werden derzeit sehr gute Erträge eingefahren. Die leichteren und schottrigen Böden haben die Trockenheit aus dem Winter nicht mehr ausgleichen können und bringen unterdurchschnittliche Erträge hervor.

Der erwartete Produktionszuwachs im Burgenland gegenüber 2013 hat im Wesentlichen drei Gründe: Flächenzuwachs bei Getreide (+ 3 Prozent, insgesamt 67.374 Hektar), leicht überdurchschnittliche Erträge und die dürrebeeinflusste Ernte des vergangenen Jahres.


Ackerbautage

Die Burgenländische Landwirtschaftskammer veranstaltet heuer wieder in allen Bezirken die Ackerbautage, zu welchen alle Bauern recht herzlich eingeladen sind.

  • Montag, 4. August, 19 Uhr, Strem, Gasthaus Legath

  • Dienstag, 5. August, 19 Uhr, Unterwart, Gasthaus Ungarischer Hof

  • Donnerstag, 7. August, 19 Uhr, Jennersdorf, Gasthof Burgenlandhof

Themen: Gemeinsame Agrarpolitik (GAP), ÖPUL-Naturschutzmaßnahmen

Referenten: Pflanzenbaudirektor Wolf Reheis und Willi Peszt