Erstellt am 30. April 2014, 09:52

Poiger als neuer Chef. Gemeinderat / Die Statuten für den Eigenbetrieb wurden beschlossen, Roland Poiger ist der Leiter der neuen Institution „Wirtschaftshof“.

Comeback im Gemeinderat. Miriam Herlicska hat den Sitz von Martin Eiter (SPÖ) übernommen. Foto: Leeb  |  NOEN, Leeb

In der jüngsten Gemeinderatssitzung am vergangenen Donnerstag wurde nun endlich der seit Juli 2013 geplante, sogenannte Eigenbetrieb (Wirtschaftshof) der Stadtgemeinde beschlossen. Im neuen Wirtschaftshof der Stadtgemeinde wird künftig alles behandelt, was mit Infrastruktur wie Wasser oder Kanal zu tun hat. Neuer Chef dieser Stabsstelle ist Roland Poiger, derzeit Kassier und Bauhofleiter.

Vor dem schlussendlich einstimmigen Beschluss gab es allerdings noch Diskussionen über einige strittige Punkte in den Statuten. So forderten SPÖ und FPÖ das Streichen eines Passus, durch den auch gemeindeeigene Gesellschaften, also etwa die WSO (Wirtschaftsservice Oberwart) dem Wirtschaftshof unterstellt gewesen wären.

"Einer alleine (Poiger) kann nicht alles machen“

SPÖ-Vize Dietmar Misik unterstreicht im Gespräch mit der BVZ die Forderung nach einer gänzlich ausgelagerten Gesellschaft: „Wir wollen einen eigenen Geschäftsführer haben, einer alleine (Anmerkung: Poiger) kann nicht alles machen.“ Wie berichtet, haben Misik und Stadtchef Georg Rosner derzeit vorübergehend die Geschäftsführung inne.

„Bis Jänner sollten wir eine geeignete Person gefunden haben“, fordert Misik, während für Rosner eine andere Frage im Mittelpunkt steht: „Brauchen wir eine Gesellschaft, die uns pro Jahr zig tausende Euro kostet, deren Aufgaben aber zuletzt weniger wurden und die andere übernehmen können? Wir werden das prüfen, aber ich bezweifle die Sinnhaftigkeit.“

Damit steht Rosner aber allein auf weiter Flur, denn weder SPÖ noch FPÖ (Ilse Benkö: „Ich bin gegen eine Wiedereingliederung der WSO.“) sind dafür – und auch die Grünen nicht: „Meiner Ansicht nach ist es nicht klug, zu viel Entscheidungskompetenz in eine Hand zu legen“, sagt die Grüne Maria Racz.