Erstellt am 11. Februar 2015, 08:12

von Michael Pekovics

Polizeieinsatz im AMS. Beschimpfungen von AMS-Mitarbeitern nehmen zu. In der Vorwoche musste in Oberwart sogar die Polizei einschreiten.

 |  NOEN, Pekovics
In der Vorwoche musste die Polizei zum AMS Oberwart ausrücken, weil sich ein arbeitssuchender Kunde nicht beruhigte, Betreuer beschimpfte und randalieren wollte.

„Die Aufregung hat sich rasch wieder gelegt, nach 15 Minuten ist der Mann gekommen und hat sich entschuldigt“, erzählt AMS-Leiter Dietmar Strobl.

„Steigende Tendenz in den vergangenen Jahren“

x  |  NOEN, BVZ
Im vergangenen Jahr ist es knapp 15 Mal zu ähnlichen Vorfällen gekommen, wo AMS-Mitarbeiter beschimpft wurden.

„Ich sehe eine ansteigende Tendenz in den vergangenen Jahren“, sagt Strobl (Foto links). „Unsere Kunden werden teilweise richtig aggressiv, zu körperlichen Übergriffen ist es bisher zum Glück aber noch nicht gekommen.“

Dennoch gibt es laufend interne und externe Schulungen für Mitarbeiter, damit sie besser mit derartigen Situationen zurecht kommen.

„Je weiter südlich, umso ruhiger die Menschen“

„Das ist nicht nur in Oberwart ein Thema, sondern in ganz Österreich“, sagt Strobl. „Natürlich versuchen wir zuerst, die Situation zu deeskalieren. Aber wenn es mit Reden nicht mehr geht, dann muss man andere Schritte setzen.“ Und eben die Polizei rufen, die den AMS-Kunden dann des Hauses verweist.

Security-Maßnahmen sind für Strobl derzeit noch kein Thema. Er erkennt aber deutliche Unterschiede zwischen seinem früheren Arbeitsort Jennersdorf und Oberwart: „Je weiter südlich, umso ruhiger werden die Menschen, die Mentalität ist eine andere. Oberwart hat ja schon fast Vorstadtcharakter, da ist man viel anonymer als in Jennersdorf.“