Erstellt am 17. November 2010, 00:00

Polizeieinsatz in Schule wegen Facebook-Streit. SPRECHVERBOT / SchülerInnen dürfen über den Fall nichts sagen, Schülerin soll angeblich via Facebook gedroht haben.

Cybermobbing oder viel Lärm um Nichts? Ein Polizeieinsatz am Mittwoch der Vorwoche in der HBLA sorgte für Aufregung.ARCHIV  |  NOEN
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OBERWART / Am Mittwoch der Vorwoche musste die Polizei zu einem Einsatz in die HBLA ausrücken. Nur kurze Zeit später berichteten Medien von diesem Fall.

Ein Mädchen hatte sich nach einem Gespräch mit der Schulpsychologin auf einer Toilette der Schule eingesperrt, Auslöser sollen laut Angaben der Exekutive Drohungen auf der Internetplattform Facebook gewesen sein. Beamte überredeten das „psychisch labile Mädchen“, das WC zu verlassen. Sie wurde ins Krankenhaus Graz überstellt.

Keine Stellungnahme und  „Maulkorb“ für Schüler

Seitens der Schule gibt es keine Stellungnahme, den SchülerInnen wurde ein Sprechverbot erteilt. Die BVZ konnte aber über Umwege in Erfahrung bringen, dass die Schüler weniger über die angeblichen Drohungen ihrer Schulkollegin via Facebook verärgert sind, als über die Tatsache, dass der Vorfall, der sich am vergangenen Mittwoch zwischen 11 und 12 Uhr vormittags ereignete, bereits um 13 Uhr in den Medien war. „Warum muss so etwas die ganze Welt wissen?“, fragte eine Schülerin. „Ich kann nichts Negatives über diese Schülerin sagen, sie hat einfach eine außergewöhnliche Aktion gesetzt – bei der eigentlich überhaupt nichts passiert ist.“ Medienberichte, in denen von „einem „Messer“ die Rede war, seien unwahr. Die Schüler durften die Klassen während des Polizeieinsatzes nicht verlassen. „Das war das Einzige, was wir mitbekommen haben“, erzählt eine andere Schülerin der BVZ. „Die ganze Sache war aber definitiv nicht so schlimm, wie überall berichtet wurde.“