Erstellt am 19. August 2015, 13:27

von Daniel Fenz

Porno-Links auf HP: Gemeinde-Website gehackt. Auf der Seite befanden sich im Text pornografische Links versteckt. Homepage wurde vom Netz genommen.

Seite gehackt. Derzeit ist die Seite www.bernstein.gv.at außer Betrieb. Für die Gemeinde und Ortschefin Renate Habetler kein zufriedenstellender Zustand. Foto: zVg  |  NOEN, zVg
Wer vorige Woche im Internet nach der Gemeinde Bernstein suchte, bekam folgende Worte geliefert: „Die Gemeinde ,celebrity sextapes‘ Bernstein im Internet, oder Ich ,Amateur Porn‘ würde mich freuen, Sie persönlich in Bernstein zu begrüßen dürfen.“ Im Text versteckte Links führten zu pornografischen Inhalten.

„Auf unseren PCs war Fehler nicht ersichtlich“

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Bürgermeisterin Renate Habetler reagierte sofort und ließ die Homepage vom Netz nehmen. Aktuell findet man nur eine Startseite (siehe Foto oben), auf der hingewiesen wird, dass die Homepage derzeit überarbeitet wird.

Gemeindemitarbeiterin Barbara Laschober berichtet: „Wie es passiert ist, weiß ich nicht. Wahrscheinlich hat jemand ein Computerprogramm gestartet und so wahllos unsere Homepage gehackt.“

Laschober glaubt, dass es wahrscheinlich zahlreichen anderen Firmen ebenso ergangen ist. „Auf unseren Computern war der Fehler nicht ersichtlich. Unser System ist so gut abgesichert, dass die Homepage selbst geblockt wurde, das kam uns dann komisch vor.“

„Hacker haben ganze Gemeinde getroffen“

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Derzeit überlegt man in Bernstein, ob es einen Relaunch der Seite gibt und sie repariert wird (Kosten rund 4.000 Euro) oder ob sie gleich neu gemacht wird.

„Wir haben die Polizei eingeschaltet, die Ermittlungen laufen. Ich finde es peinlich und extrem würdelos. Die Hacker haben damit nicht nur eine Person, sondern eine ganze Gemeinde getroffen, das macht kein schönes Bild“, sagt Bürgermeisterin Renate Habetler.

Derzeit ermittelt in diesem Fall die Exekutive. „Es wird sicher Wochen oder Monate dauern. Mit diesem Vorfall ist ein großer Schaden für die Gemeinde und den Tourismus entstanden“, sagt Habetler. Eine Zwischenlösung gibt es für sie nicht, es wird keine kostenlose Seite geben. „Wir hoffen, dass www.bernstein.gv.at bald wieder online gehen kann.“