Erstellt am 21. Mai 2014, 10:56

Projektstopp für Bakip. Oberwart | Bund stellt Stadt Rute ins Fenster und fordert vor Bakip-Startschuss Lösung fürs Internat, für das es weiter zwei Varianten gibt.

Foto: Peko  |  NOEN, Peko
Im November hatte Stadtchef Georg Rosner den Baustart für die neue Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik (Bakip) für „April oder Mai“ angegeben. Bis jetzt wurden aber noch nicht einmal die Ausschreibungsunterlagen für das Projekt verschickt.

„Die Stadtgemeinde muss sich jetzt entscheiden“

Hintergrund ist eine Besprechung im Landesschulrat, bei dem Vertreter des Bildungsministeriums den Bakip-Baustart mit der Entscheidung über die Zukunft des Internats verknüpft hatten.

„Die Stadtgemeinde muss sich jetzt entscheiden“, fordert Landesschulratspräsident Gerhard Resch, der wie das Ministerium auf ein „180-Betten-Internat besteht: Sonst besteht die Gefahr, dass Schüler aus dem Nordburgenland nach Wien pendeln und dort eine Bakip besuchen.“

Laut Bürgermeister Georg Rosner hängt derzeit aber alles davon ab, ob die Gemeindeabteilung die Aufnahme eines neuen Kredites für die Baumaßnahmen beim Internat genehmigt. „Deshalb haben wir auch den Punkt auf die Tagesordnung der Gemeinderatssitzung am Donnerstag genommen (Anm.: siehe auch

).“

Misik will Bauträger ausführen lassen

Gibt es bis dahin kein grünes Licht der Gemeindeabteilung, zieht sich die Entscheidung weiter in die Länge. Damit wäre aus heutiger Sicht ein Baustart für die Bakip im Herbst fraglich. Und damit würden auch das teilweise bereits baufällige Internat und vor allem die darin einquartierten Schüler ein weiteres Schuljahr überstehen müssen.

Bis heute ist nämlich nicht klar, ob die Gemeinde das Projekt Internat in Eigenregie oder von einem Bauträger ausführen lassen will. Rosner sagt nicht, welche Variante er bevorzugt, SPÖ-Vize Dietmar Misik legt sich im Gespräch mit der BVZ auf die Bauträger-Variante fest.

Um Synergien auf den beiden Baustellen zu nutzen, sollen beide Projekte zeitgleich durchgeführt werden. Bewohner des Internats könnten zwischenzeitlich in Wohnungen der Krankenpflegeschule untergebracht werden.