Erstellt am 12. August 2015, 10:43

von Elisabeth Kirchmeir

Bei Schlägerei in Disco schwer verletzt. Das Jochbein wurde einem Discobesucher bei einer Auseinandersetzung gebrochen. Jetzt fand der Prozess statt.

 |  NOEN, www.BilderBox.com
Ein kleiner Anlass genügte, um am 20. Dezember 2014 in der Disco Excalibur die Fäuste sprechen zu lassen. Am Schluss lag ein Mann schwer verletzt am Boden: Ihm war das Jochbein gebrochen worden.

BVZ.at hatte berichtet:



Angeklagt wurden fünf junge Männer: Sie sollen das Opfer mit Faustschlägen und Tritten attackiert haben. Drei Männer hatten bereits am ersten Prozesstag im Juni zugegeben, in die Tätlichkeiten verwickelt gewesen zu sein.

Zwei von ihnen zahlten insgesamt rund 2500 Euro Schmerzensgeld. Sie müssen 80 Stunden gemeinnützige Leistungen erbringen, dann wird der Prozess gegen sie im Rahmen einer Diversion eingestellt.

Der dritte an den Tathandlungen beteiligte Angeklagte ist noch nicht 18 Jahre alt - er muss nur 60 Stunden gemeinnützige Leistungen erbringen, damit das Verfahren gegen ihn eingestellt wird. Ein weiterer Beteiligter wurde bereits im Juni von den gegen ihn erhobenen Vorwürfen freigesprochen.

18-Jähriger: „Mischte mich selbst nicht ein“

Vorige Woche stand ein 18-jähriger Schüler vor Gericht, der sich am ersten Prozesstag auf einer Schulveranstaltung befunden und daher nicht an der Verhandlung teilnehmen konnte.

Er gab zu, Auslöser des Streits in der Disco gewesen zu sein, auch bei einer anfänglichen „Schubserei“ sei er noch dabei gewesen, an der folgenschweren Schlägerei habe er sich jedoch nicht beteiligt. „Die Auseinandersetzung entstand zwischen meinen Freunden und dem Opfer“, sagte der Angeklagte. „Ich selbst mischte mich nicht ein.“

„Für mich war am wichtigsten, dass ich das Opfer herausziehe und in Sicherheit bringe“, berichtete ein Security, der auf die Schlägerei auf der Tanzfläche aufmerksam geworden war. Ob der Angeklagte auf das Opfer eingeschlagen habe, könne er nicht sagen.

Richterin Gabriele Nemeskeri sprach aus Mangel an Beweisen nun auch den 18-jährigen Beschuldigten von den gegen ihn erhobenen Vorwürfen frei.