Erstellt am 07. April 2015, 11:16

von NÖN Redaktion

Zum fünften Mal: Ortstafel in Unterwart gestohlen. Als im Vorjahr in der burgenländischen Gemeinde Unterwart eine Ortstafel verschwand, dachten manche noch an einen schlechten Scherz.

 |  NOEN, BVZ
Nur ein Monat nach dem letzten Ortstafel-Diebstahl in der Gemeinde kam es über das Osterwochenende zu einem neuerlichen Fall. Wieder wurde das Schild bei der Ortseinfahrt beim Sportplatz gestohlen, es ist bereits der fünfte Fall in nur einem Jahr – die Meldung erreichte die BVZ kurz vor Redaktionsschluss.

Serientäter unterwegs?

Die Polizei ermittelt fieberhaft in alle Richtungen, dürfte aber keine konkreten Spuren verfolgen. Außerdem ist fraglich, ob es sich um einen Serien- oder Nachahmungstäter handelt. Die Causa erregte mittlerweile auch schon die Aufmerksamkeit von Landespolizeipräsident Hans Peter Doskozil, der den Kollegen vor Ort Druck machen soll, wie man hört.

Keine Hinweise auf die Täter

Die Tafel mit der Aufschrift Unterwart/Alsoör wurde wie schon bei den anderen Fällen aus der Halterung geschraubt, berichtete die Landespolizeidirektion Burgenland am Dienstag. "Ich habe keine Ahnung, was einen Menschen veranlasst, so etwas zu tun", rätselt Ortschef Josef Horvath (ÖVP) über das Motiv für die Diebstähle. Der erste wurde voriges Jahr im Fasching verübt. "Das ist absolut kein Spaß und kein Jux mehr."

Wieder weg. Vor knapp einem Monat wurde die Ortstafel beim Sportplatz entwendet, nun ist das Schild schon wieder weg.

Fehlende Tafel wird nachbestellt

Mit dem Verschwinden der Ortstafel wurde auch das Tempolimit von 50 km/h außer Kraft gesetzt. Deswegen habe man bereits eine Geschwindigkeitsbegrenzung aufgestellt, so der Bürgermeister. Eine fehlende Tafel muss nachbestellt werden, das Aufstellen fällt in die Kompetenz der Landesstraßenverwaltung. Der Gemeinde entstünden durch den Diebstahl keine Kosten.

Die Idee, die Ortstafeln stärker zu befestigen, habe man wieder verworfen, weil dies keinen Sinn mache. Denn Diebe könnten die Tafel ja auch abschneiden, meinte der Bürgermeister, der hofft, dass die Täter gefasst werden. Er sei zuversichtlich, dass dies gelinge, so Horvath.