Erstellt am 17. Juni 2015, 08:59

von Vanessa Bruckner

Ratschen: Junger Wilder Csar. Spitzenkoch Stefan Csar tischt ab sofort im „Wachter-Wieslers Ratschen“ auf. Über zwei Schulfreunde, ein Golfspiel und richtig gute Küche.

Vom Fach. Stefan Csar (l.) und Thomas Fassl kennen sich bereits seit der Schulzeit. Jetzt arbeiten sie gemeinsam. Foto: zVg  |  NOEN, zVg
„Ich wusste erst nicht, von welchem Koch ich da die Nummer hatte, aber als sich Stefan beim Namen meldete, war der Fall klar“, erzählt Thomas Fassl lachend.

Der Service-Leiter des Restaurants Ratschen bekommt bei einem Golfspiel den Tipp, dass ein junger Spitzenkoch gerne wieder nach Hause ins Südburgenland zurückkommen wolle. Fassl greift zum Handy - und hat Top-Koch Stefan Csar am anderen Ende der Leitung.

„Irgendwann hat man genug Fremdes gesehen“

„Thomas und ich kennen uns noch von der Hauptschulzeit, das war schon eine Überraschung, als er angerufen hat“, gesteht Csar.

Der Olbendorfer zählt zu den besten österreichischen Köchen seiner Generation. Namhafte Auszeichnungen wie „Junger Wilder“ des Gastronomiemagazins Rolling Pin oder Sous Chef des Jahres im Rahmen der „Leaders of the year“-Gala zeugen von den Kochkünsten des 29-Jährigen, der bereits in internationalen Spitzenrestaurants in Österreich und der Schweiz tätig war.

„Irgendwann hat man aber genug Fremdes gesehen und will wieder nach Hause. Da hat sich das Angebot im Ratschen gut ergeben“, so Csar, der mit neuen Speisekreationen viel frischen Wind in die Küche des Deutsch Schützener Restaurants bringt.

Mehrgängiges Menü zum Abendessen

„Stefan kocht mit regionalen Produkten auf höchstem Niveau und seine Geschmackskompositionen sind herrlich“, schwärmt Chefin Gerda Wiesler, die anfügt: „Wir wollten uns verändern. Stefan hat die Leitung des Küchenteams übernommen, das freut uns natürlich sehr.“

Das neue Konzept der Ratschen setzt weiterhin auf Wirtshausküche zu Mittag, abends kommen Gäste jetzt in den Genuss mehrgängiger Menüs a la „Stefan Csar“, der für sich selbst klar definiert: „Darin liegt für mich die Herausforderung. Einen regionalen Mix für Neues, wie mehrgängige Menüs, aber auch für die bewährte Mittagsküche des Hauses zu schaffen.“