Erstellt am 27. November 2013, 23:59

von Vanessa Bruckner

Ratten plagen Ort. Geködert / Gemeinde Rotenturm kämpft mit „ungebetenen Gästen“. Großflächige Aktion in allen Ortsteilen, 482 Köder ausgelegt.

Von Vanessa Bruckner

ROTENTURM / „Eine Angestellte hat uns angerufen und aufgeregt berichtet, dass eine Ratte im Garten des örtlichen Kindergartens herumläuft“, erzählt Gemeindemitarbeiter Christian Saurer und Bürgermeister Josef Halper fügt an, „bei den Bauarbeiten am Hauptplatz von Rotenturm wurden ebenfalls einige der Tiere gesichtet.“

Hunderte Köder ausgelegt

Von einer „Rattenplage“ könne man zwar nicht sprechen aber notwendige Maßnahmen wurden in der Gemeinde bereits getroffen. „Wir haben eine Spezialistin für Schädlingsbekämpfung engagiert, die dann, gemeinsam mit einem Gemeindebediensteten, Köder in den Kanälen ausgelegt hat“, informiert Halper.

Essensreste im Kanal problematisch

Dass sich in Rotenturm, Siget und Spitzzicken derzeit besonders viele der ungebetenen Tiere tummeln, bestätigt die Fachfrau. „Die Ratten selbst bekommt man ja kaum bis gar nicht zu Gesicht, die warten ja auch nicht darauf, dass wir den Kanaldeckel aufmachen, um uns dann zu begrüßen“, so Anna Schrampf schmunzelnd und erklärt weiter, „aber der viele Kot der Tiere deutet eindeutig darauf hin, dass es eben zu viele sind.“

482 Köderblöcke wurden in den Ortsteilen ausgehängt, 25 Stunden war man dafür im Einsatz. Rund 2.000 Euro kostet die Gemeinde die Schädlingsbekämpfung. Bürgermeister Josef Halper: „Giftköder sind in so einem Fall leider die einzige Möglichkeit, Herr über die Lage zu werden. Viele Einwohner entsorgen Lebensmittel nämlich noch immer über den hauseigenen Kanal und wundern sich dann, wenn sich die Tiere rasant vermehren. Essensreste gehören in den Biokübel. Würden sich alle Bewohner an diese einfache Regel halten, könnte man viel Geld sparen.“