Erstellt am 27. November 2013, 23:59

von Michael Pekovics

Raum für Muslime. Glaubensangehörige des Islam renovierten in Eigenregie einen Gebetsraum, der allen offen stehen soll.

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Von Michael Pekovics

OBERWART / In der Graf Erdödy-Straße wird am kommenden Samstag (14 Uhr) der erste muslimische Gebetsraum des Südburgenlandes eröffnet. Gegenüber des ehemaligen „Bruckenwirts“ haben Privatpersonen, vorwiegend Muslime aus Pakistan oder der Türkei, in Eigenregie ein Haus renoviert, das in Zukunft allen Muslimen als Gebetsraum zur Verfügung stehen soll.

„Alles wurde privat und über Spenden finanziert, kein einziger Cent an öffentlichen Mitteln ist geflossen“, sagt Rainer Klien (SOS Mitmensch), der aufgrund seines Engagements im Flüchtlingsbereich um Mithilfe gebeten wurde. Gerüchte, wonach Oberwart jetzt eine Moschee bekommt, stimmen nicht. „Es gibt weder ein Minarett noch eine Kuppel oder einen Turm. Das ist einfach ein Gebetsraum, in dem sich Angehörige des muslimischen Glaubens treffen und gemeinsam beten können“, sagt Klien, der das Projekt als „Zeichen für gegenseitige Toleranz und Wertschätzung“ beschreibt.

Bisher stand den Muslimen nur eine nicht klimatisierte Halle zur Verfügung

„Zu heiß im Sommer und zu kalt im Winter“, sagt Mohammad Shahid, einer der Hauptverantwortlichen des Projekts. Vier Monate lang wurde renoviert und umgebaut, alles unentgeltlich und in der Freizeit: „Wir haben uns alle gegenseitig geholfen – der eine mit Geld, der andere mit seinem handwerklichen Geschick.“

Zur Eröffnung werden Vertreter der Gemeinde und der verschiedenen Konfessionen erwartet

Treffpunkt. Das Freitagsgebet wird ein Fixpunkt im neuen muslimischen Gebetsraum sein. Ob und wann der Gebetsraum sonst noch offen hat, wird noch entschieden.

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