Erstellt am 15. Juni 2011, 00:00

,Realistisch ist´s vorbei, aber die Hoffnung lebt‘. VERKEHR / Politiker aller Parteien – mit Ausnahme der SPÖ – setzen sich für den Erhalt des Personenverkehrs ein.

 |  NOEN, Michael Pekovics
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VON MICHAEL PEKOVICS

OBERWART, REGION / Auch Wochen nach der Ankündigung der ÖBB, den Personenverkehr auf der Bahnstrecke zwischen Oberwart und Friedberg einstellen zu wollen, geben die Gegner nicht auf. Im Gegenteil, der Widerstand wächst, die Initiative „Pro Bahn Südburgenland“ bekommt immer mehr Unterstützung, auch seitens hochrangiger Politiker.

Politiker fordern Erhalt  des Personenverkehrs

Nationalrat Franz Glaser (ÖVP) präsentierte vergangene Woche die Antworten von Infrastrukturministerin Doris Bures auf seine Anfrage bezüglich der geplanten Einstellung der Bahnlinie. „Laut dieser Beantwortung liegt derzeit noch kein Antrag auf Einstellung seitens der ÖBB vor“, wundert sich Glaser. „Wenn man die Zahlungen des Bundes an die ÖBB auf das Südburgenland umrechnet, zahlen wir 50 bis 70 Millionen Euro – und dann wird der Verkehr auch noch ausgedünnt, das macht mich richtig zornig.“

FPÖ-Nationalrat Norbert Hofer wird bei der nächsten Nationalratssitzung einen Antrag auf Erhalt der Bahnstrecke einbringen, dieser wird bei der Verkehrsausschusssitzung am 28. Juni abgestimmt. „Ich bin gespannt, wie die Mandatare der ÖVP und die SPÖ-Gewerkschaftsvertreter im Ausschuss abstimmen“, sagt Hofer. Manfred Kölly von der Liste Burgenland wird ebenfalls einen Entschließungsantrag zur Erhaltung der Bahnstrecke im burgenländischen Landtag einbringen. Auch die Initiative „Pro Bahn“ trifft sich wieder, um weiter zu planen (Samstag, 18. Juni, 18 Uhr, Stadtcafé Gamauf). Am Donnerstag, dem 30. Juni, findet eine Demonstration vor dem Landhaus in Eisenstadt statt, dabei werden auch die bisher gesammelten Unterschriften übergeben.