Erstellt am 24. Juni 2015, 10:10

GoKart-Rennen mit Biomethan als Kraftstoff. Was Biomethan als Kraftstoff kann, wurde vorige Woche beim ersten Zero-Emission-Biomethan-GoKart-Rennen eindrucksvoll gezeigt. 17 Teams fuhren um die Ehre.

Testete das GoKart mit Biomethan: Landesrat Helmut Bieler nahm natürlich auch beim Rennen in Rechnitz teil. Foto: zVg  |  NOEN, zVg
Das Biomethan, mit dem die GoKarts in Rechnitz auf der Speedarena die Runden bewältigen, stammt von der Biogasanlage Stipits und wird aus biogenen Abfällen hergestellt.

„Unsere 300 Biogasanlagen liefern Ökostrom für 140.000 Haushalte, ersetzen 30 Millionen Liter Heizöl und acht Millionen Kubikmeter Erdgas und bringen fast 100 Millionen jährlich an regionaler Wertschöpfung“, zeigte Hannes Hauptmann von der ARGE Kompost & Biogas die Leistungen der österreichischen Biogasbranche auf.

Biomethan leistet einen wertvollen Beitrag

Landesrat Helmut Bieler sagte bei der Eröffnungsrede: „Das gesamte Leitbild des Burgenlandes steht unter dem Motto ‚Mit der Natur zu neuen Zielen‘. Ein Drittel des Landes steht bereits unter Naturschutz und seit September 2013 ist das Burgenland stromautark. Für eine weitere Energieautonomie kann Biomethan einen wertvollen Beitrag leisten.“

Beim Rennen selbst konnten sich die rund 150 Besucher über Biogas und Biomethan informieren und den mit Biomethan betankten Skoda G-Tec ausprobieren. Der Fachverband Biogas reiste extra dafür mit dem Biogas-Bus aus Deutschland an.

Kraftstoff kommt aus biologischen Abfällen

In Österreich werden rund acht Millionen Tonnen Treibstoff verbraucht. Dementsprechend ist der Mobilitätssektor zweitgrößter CO2-Emittent in Österreich. Während im Strombereich eine kohlenstoffarme Produktion bereits weit entwickelt ist, hinkt der Mobilitätssektor nach.

Biomethan ist eine Kraftstoff-Alternative, bei der nachwachsende Rohstoffe, Reststoffe aus der Landwirtschaft und biogenen Abfällen höchst effektiv veredelt werden können. Mit Biomethan sind außerdem die geringsten CO2-Emissionen im Verkehr erreichbar.