Erstellt am 16. März 2016, 05:24

von Michael Pekovics

Rechnitz: Neues Buch zur Mordnacht. Sacha Batthyany, der Großneffe von Margit Batthyany-Thyssen, enthüllt in seinem neuen Buch neue Familiengeheimnisse.

Geheimnisvoll. Noch immer ist die Mordnacht nicht restlos aufgeklärt.  |  NOEN, zvg
„Und was hat das mit mir zu tun?“ Diese Frage nahm der Schweizer Journalist Sacha Batthyany und gleichzeitig auch Großneffe von Margit Battyhany-Thyssen zum Anlass, ein neues Buch über das oft zitierte „Massaker von Rechnitz“ zu schreiben.

Ermordete Großtante Juden?

Das Buch ist das Ergebnis langjähriger Recherche, der Schweizer Journalist skizziert darin die Geschichte seiner Familie vor dem Hintergrund der Mordnacht.

Dafür, dass seine Großtante Juden ermordet haben soll, wie manche Zeitungen schreiben, habe er weder Beweise noch Zeugen, stellt er im Buch klar. Ausgangspunkt seiner Recherchen war die Frage einer Kollegin, was er denn da für eine Familie habe.

Der Rechnitzer Bürgermeister Engelbert Kenyeri liest das Buch gerade – richtig begeistert ist er davon noch nicht: „Einige Dinge sind für einen Rechnitzer eigenartig. Nämlich, dass wir ein Ort ohne richtigen Dorfplatz sind, was so nicht stimmt.“

Zum Thema selbst, also der Suche nach dem Massengrab, gibt es keine Neuigkeiten: „Wir warten auf den Abschlussbericht der aktuellen Grabungen, damit wir wieder mehr Flächen abhaken können.“