Erstellt am 22. Dezember 2010, 00:00

Rechnitz verliert 30 Tagsätze. ENTSCHEIDUNG / Betreiber, Land und Gemeinde sind sich zwar um Standort des neuen Pflegeheimes einig. Uneinigkeit herrscht aber bei der Tagsatzvereinbarung.

VON DANIEL FENZ

RECHNITZ / Wie die BVZ bereits berichtete, wird in der Gemeinde das Pflegezentrum „Hirschenstein“ in den nächsten beiden Jahren aufgelassen. Ein neues Pflegezentrum wird im Ortskern entstehen. Gemeinde, Land und Betreiber Vamed sind sich in allen Belangen einig geworden.

Wie nun Bürgermeister Engelbert Kenyeri gegenüber der BVZ bestätigte, sind die Planungen am Laufen. „Die Bauverhandlungen stehen noch aus. Wenn alles nach Plan läuft, könnte mit dem Bau Anfang des nächsten Jahres begonnen werden. Gebaut wird das neue Pflegezentrum gegenüber der Volksschule und der Neuen Mittelschule.“

Ein Teil der Tagsätze  wandert nach Großpetersdorf

Ganz so unproblematisch, wie angenommen, wird das Projekt jetzt jedoch nicht umgesetzt. Für die Gemeinde Rechnitz entsteht ein erheblicher Verlust. Durch den Umbau des GIP in Großpetersdorf in ein Altenwohn- und Pflegeheim wandern, wie nun vom Büro Landesrat Peter Rezar bestätigt, 30 Tagsätze von Rechnitz nach Großpetersdorf. Bürgermeister Engelbert Kenyeri steht dem sehr skeptisch gegen:

„Für uns wäre sehr schade, wenn wir im Ort nicht mehr die gleichen geförderten Sätze wie am ‚Hirschenstein‘ bekämen.“

In Rechnitz gibt es seit Jahren immer schon zwei Pflegeeinrichtungen, denn auch das Haus Elisabeth, das von der Caritas geführt wird, und über 100 Betten verfügt, wird mit Tagsätzen vom Land Burgenland gefördert. Bürgermeister Engelbert Kenyeri rechnet derzeit noch nicht mit einem Verlust von Tagsätzen. „Ich wurde vom Land noch nicht darüber informiert, dass wir weniger Tagsätze bekommen. Ich bin guter Hoffnung, dass wir alle Tagsätze in den Ort mitübernehmen können.“

„Die Gemeinde wird im neuen Pflegeheim nur mehr 70 Tagsätze bekommen, 30 wandern davon vom „Hirschenstein“ in das neue Pflegeheim (GIP) nach Großpetersdorf. Natürlich hätte Rechnitz gerne Tagsätze behalten, doch das war nicht möglich“, erklärte Gerlinde Stern-Pauer vom Büro Rezar.