Erstellt am 02. Mai 2013, 00:00

„Regeln befolgen, sonst höhere Steuer“. Hundekot / 356 Hundebesitzer bringen Einnahmen von 13.000 Euro. Wenn Problem weiter besteht, könnte die Steuer angehoben werden.

Für Hunde, aber gegen Dreck. Stadtchef Georg Rosner (ÖVP), Ilse Benkö (FPÖ) und Didi Misik (SPÖ) präsentierten in der Vorwoche die Hundestationen, die mittlerweile schon aufgestellt sein dürften.  |  NOEN
Von Michael Pekovics

OBERWART / „Wir mögen Hunde, aber nicht deren Hinterlassenschaften.“ Mit diesem Motto präsentierten ÖVP, SPÖ und FPÖ in der Vorwoche die Hundestationen, mit denen das Problem Hundekot beseitigt werden soll. An vorerst insgesamt fünf Standorten in der Stadt (siehe rechts unten) werden diese Stationen aufgestellt und von Mitarbeitern des Bauhofes regelmäßig entleert und mit „Sackerl fürs Gackerl“ befüllt.

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„Beschwerden über Kot stark zugenommen"

Anlass dafür ist, dass es zuletzt zu immer mehr Beschwerden über Hundekot auf Rad- und Gehwegen, aber auch im Stadtgebiet auf Grünflächen gekommen ist. „Wir ersuchen die Hundebesitzer, die Trümmerl ihrer Lieblinge auch wegzuräumen – im Sinne der Mitbürger und der Umwelt“, betont Stadtchef Georg Rosner (ÖVP). Ins selbe Horn stößt FPÖ-Stadträtin Ilse Benkö: „Wir müssen für Disziplin der Hundebesitzer sorgen und auch die Bevölkerung für das Problem sensibilisieren. Das geschieht für ein schöneres Oberwart.“ SPÖ-Vize Dietmar Misik verweist auf die hohen Kosten vor allem in den Sommermonaten: „Die Mitarbeiter des Bauhofes sorgen dafür, dass die Wege und Plätze sauber sind. Allerdings verursacht die Reinigung natürlich auch hohe Kosten.“

Derzeit nimmt die Gemeinde rund 13.000 Euro pro Jahr von den 356 registrierten Hundebesitzern der Stadt ein. Sollte das Problem künftig durch die Hundestationen nicht in den Griff zu bekommen sein, müsse man sich durchaus eine Erhöhung überlegen. „Die Regeln sind zu befolgen. Geschieht das nicht, müssen wir die Hundesteuer erhöhen“, sagt Rosner. „Wenn die Hundestationen aber gut angenommen werden, dann kann es auch durchaus sein, dass wir die Hundesteuer senken.“
 


Hunde-Stationen

  • Kreuzung Werfelgasse/Raimundgasse
  • Kreuzung Obere Hochstraße/Schlainingerstraße
  • Wehrgasse beim Wassereinlauf des Stieberteichs
  • Stieberteich Innenbereich
  • Schönberggasse beim Bahnübergang (Museumsbahn)
  • Geplant: Stadtpark