Erstellt am 23. Mai 2013, 11:47

Regeln für Vereine. Subventionen | Neue Richtlinien für Förderungen vor endgültiger Ausarbeitung. Ausgaben für Sport belaufen sich heuer auf 130.000 Euro.

Von Michael Pekovics

OBERWART | Subventionen von Vereinen sind in Oberwart schon lange ein Thema. Nun steht die Veröffentlichung der neuen Richtlinien unmittelbar bevor. Bis spätestens Sommer sollen die neuen Regeln dann auch an die Vereine übermittelt werden. Bisher wurden – so lautet vor allem die Kritik der FPÖ – Förderungen ohne die strikte Einhaltung der Regeln vergeben. „Diese Subventionen sind Ermessensausgaben und hier kann man sparen. Den Bürgern ist wichtiger, dass ihnen das Wasser nicht im Boden versickert“, erneuert FPÖ-Gemeinderätin Ilse Benkö ihre Kritik.

Dass sich die Richtlinien nun ändern sollen und müssen, darin sind sich sowohl Gemeinde als auch Vereine einig. „Dafür Regeln zu haben, ist gut“, meint die Grüne Gemeinderätin Maria Racz. „Aber gerade die Ehrenamtlichen muss man unterstützen, die Vereine sind enorm wichtig für Oberwart.“ Unter dem Strich dürfte aber dennoch der Sparzwang der Stadt den Ton angeben, hört man auf Bürgermeister Georg Rosner (ÖVP): „Das Ziel ist schon, dass es weniger Förderungen geben wird. Das wird den einen oder anderen Verein härter treffen, aber wir müssen auf unser Budget achten.“

Hasler: "Müssen das so schnell als möglich beschließen"

Ewald Hasler, der für die SPÖ im Sport- und Freizeitausschuss sitzt, wo die neuen Richtlinien derzeit ausgearbeitet werden, geht davon aus, dass noch zwei Sitzungen notwendig sein werden: „Wir müssen das so schnell als möglich beschließen, damit die Vereine planen können und wissen, wie es weiter geht.“ Laut dem Vorsitzenden Hans Peter Hadek (ÖVP) gehe es im Grunde nur noch um das Ausmaß der Jubiläumsgaben: „Grundsätzlich kann sich im Papier aber auch noch vieles ändern.“ Wie genau diese Änderungen aussehen werden, wollte keiner der Verantwortlichen öffentlich sagen. Recherchen der BVZ ergaben allerdings, dass etwa im Bereich der Jugendförderung ein Betrag von maximal sechs Euro pro Jahr für Mitglieder unter 18 Jahren vorgesehen ist. Bisher gab es dafür keinen Maximalbetrag.

Die Vereine hoffen nun, dass die Kürzung verkraftbar ist. „Wenn sie uns den Hahn zudrehen, dann sperren wir zu“, sagt etwa Franz Felber (Tischtennis). Gunners-Manager Andreas Leitner „befürwortet neue Richtlinien“, warnt aber vor einem falschen Weg: „Ich weiß nicht, ob es der richtige Weg, wenn man bei gut funktionierende Einrichtungen einspart.“ Ähnlich Michael Benedek (SVO): „Wir sind dankbar für Unterstützung. Aber jetzt die Vereine in die Mangel zu nehmen, das enttäuscht mich. Außerdem wäre es schön, langsam gut zu wissen, wohin die Reise geht.“