Erstellt am 11. Juli 2012, 00:00

Resch: „Bencsics wird nicht in Dienst gestellt“. BILDUNG / Knalleffekt in der „Causa Bencsics“. Landesschulratspräsident Gerhard Resch will wieder „Ruhe in der Schule“ haben.

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VON MICHAEL PEKOVICS

OBERWART / Wie berichtet, rumort es unter den Eltern und Lehrern der Volksschule. Vor Kurzem fand das Schulforum statt, bei dem die Kritik an Direktorin Alexandra Bencsics erneuert wurde. Das Protokoll der Besprechung wurde an Bezirks- und Landesschulrat übermittelt. Dort wartet man nun auf die Stellungnahme der Direktorin, die ja bereits seit rund drei Jahren von Roswitha Imre interimistisch vertreten wird.

Anders als berichtet, befindet sich Bencsics aber seit 1,5 Jahren nicht im Krankenstand, sondern wurde nach ihrer Rückmeldung von Landesschulratspräsident Gerhard Resch nicht mehr in den Dienst gestellt. „Sie hat sich zwar nach ihrem langen Krankenstand zurückgemeldet, aber ich habe sie nicht mehr unterrichten lassen“, bestätigt Landesschulratspräsident Gerhard Resch.

Laut Resch wird Bencsics  nicht mehr Direktorin

Auf Nachfrage der BVZ äußert sich Resch nun erstmals zur Frage, wie es in der Volksschule weitergehen wird. Bencsics war seit ihrem Dienstantritt im Februar 2009 lange Zeit im Krankenstand und wird derzeit von der interimistischen Leiterin Roswitha Imre vertreten. „Eine Möglichkeit ist, dass die Kollegin freiwillig auf den Posten der Schulleiterin verzichtet. Eine andere wäre, dass sie nach Ablauf von vier Jahren nicht mehr bestellt wird“, sagt Resch. Dekrete für Direktoren werden nämlich nur für eine Dauer von vier Jahren ausgestellt und müssen dann bestätigt werden. Resch lässt aber anklingen, dass Bencsics im neuen Schuljahr nicht mehr Direktorin sein wird: „Ich möchte – wenn es rechtlich möglich ist – sie im Herbst nicht mehr als Schulleiterin anfangen lassen – im Sinne der Schule, damit endlich wieder Ruhe einkehrt.“

Bencsics befindet sich derzeit bei einem Sprachkurs im Ausland und war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Aus ihrem Umfeld war aber zu erfahren, dass es „zur gewohnten Routine ihrer Widersacherinnen gehört, immer dann mit neuen Vorwürfen in die Medien zu gehen, wenn das neue Schuljahr bevorsteht“. Ausgangspunkt dafür ist der Vorwurf von ÖVP-Vize Georg Rosner, Bencsics hätte seit drei Jahren einen Laptop der Schule in privater Verwendung. „Das wurde von ihr und Bürgermeister Gerhard Pongracz als Schulerhalter so vereinbart“, heißt es in einer per E-Mail zugeschickten Stellungnahme. Damals sei eine längerfristige Absenz von der Schule nicht voraussehbar gewesen. Pongracz bestätigt: „Das war so vereinbart, sie wird ihn schon wieder zurückgeben“. Für Resch ist das „eine Sache des Schulerhalters“ und „im Gegensatz zur ganzen Problematik eine Kleinigkeit und eher eine Prinzipsache“.