Erstellt am 05. März 2014, 11:21

Rettungssanitäter retteten Menschenleben. Ein Einsatz wie aus dem Lehrbuch: Am Samstag retteten zwei Sanitäter des Roten Kreuzes einem Mann in Oberwart das Leben.

Foto: Rotes Kreuz  |  NOEN, Rotes Kreuz Oberwart
Kurz nach 12 Uhr erhielten die ehrenamtlichen Sanitäter Ludwig Muth und Sebastian Lehner, die an diesem Tag an der Rotkreuz-Bezirksstelle Oberwart Dienst versahen, die Alarmierung zu einem Notfall in Oberwart.

Gefährlicher Krampfanfall: Atem-Kreislauf-Stillstand und Sauerstoffmangel

Sofort machten sie sich auf den Weg und kamen wenige Minuten später am Notfallort an. Ein Mann hatte einen Krampfanfall erlitten, der anschließend in einen Atem-Kreislauf-Stillstand überging.

 
x  |  NOEN, Rotes Kreuz Oberwart
„Bei unserem Eintreffen war die Haut des Patienten schon bläulich gefärbt, was ein deutliches Zeichen für Sauerstoffmangel ist“, erzählt Ludwig Muth, der bereits seit 1984 als ehrenamtlicher Sanitäter beim Roten Kreuz Oberwart tätig ist. „Wir haben sofort mit den Reanimationsmaßnahmen begonnen und auch unseren Defibrillator angeschlossen, eine Schockabgabe war jedoch nicht erforderlich“, so Muth weiter.

Das Besondere: In der Sanitätshilfe ist nun auch die Intubation mit einem sogenannten Larynxtubus erlaubt, das heißt, dass die Sanitäter nach einer speziellen Einschulung die Möglichkeit haben, die Atemwege des Patienten besser freihalten zu können. Diese Maßnahme wurde von Ludwig Muth und Sebastian Lehner gesetzt.

Herzschlag setzte wieder ein, Patient wurde ins Landeskrankenhaus gebracht

„Die Verwendung des Larynxtubus hat sich als sehr unkompliziert und rasch durchführbar erwiesen“, schildert Muth. „Die Beatmung konnte über den Tubus wesentlich effizienter durchgeführt werden.“
 
x  |  NOEN, Rotes Kreuz Oberwart
Kurze Zeit später traf dann auch das Notarztteam ein. Nach Verabreichung eines Medikaments setzte der Herzschlag des Patienten wieder ein. „Ich kann meinen Kollegen nur gratulieren“, schildert Norbert Muhr, hauptberuflicher Notfallsanitäter und Fahrer des Notarzteinsatzfahrzeuges. „Sie haben alles richtig gemacht, und das Ergebnis spricht für sich.“
 
Der Patient wurde in das Landeskrankenhaus Oberwart zur weiteren Behandlung gebracht.