Erstellt am 24. September 2013, 17:40

Ringen um die Bahn. Güterverkehr / Einspruch des Landes und der Anschlussbahnbesitzer gegen Kündigung der Infrastrukturverträge. Auch Steirer mit an Bord.

Güterverkehr. Derzeit wird die Strecke von der Steiermärkischen Landesbahn betrieben. Foto: Pekovics  |  NOEN, Pekovics
Von Michael Pekovics

Güterverkehr / Die Diskussionen rund um die Bahnstrecke Oberwart-Hartberg scheinen kein Ende zu nehmen. Vor wenigen Tagen wurden die Infrastrukturverträge mit den Anschlussbahnunternehmen seitens der ÖBB per Ende November aufgekündigt. Davon betroffen wäre auch die Unger Steel Gruppe.

Heimo Portschy, Unger-Bereichsleiter und Sprecher der Anschlussbahnunternehmen, hat nun herausgefunden, dass die Zahlen im Einstellungsvertrag nicht mit jenen der zuvor übergebenen Unterlagen übereinstimmen. Deshalb hat das Land Burgenland ein Gutachten in Auftrag gegeben, ob sich der Güterverkehr auf der Strecke Oberwart-Hartberg – derzeit von der Steiermärkischen Landesbahn betrieben – wirtschaftlich rechnet.

ÖBB wollen Plan trotz Widerstand weiter verfolgen

„Das Ergebnis ist eindeutig“, so Portschy. „Wenn die Bedingungen zum Weiterbetrieb wirtschaftlich gerechtfertigt sind, verstößt die Einstellung der Strecke gegen das Eisenbahngesetz.“ Vergangene Woche haben sowohl die Anschlussbahnbesitzer als auch das Land Burgenland Einspruch gegen die Vertragskündigung der ÖBB beim Ministerium angemeldet. Und auch das Land Steiermark überlegt diesen Schritt.

Trotz des Widerstandes wollen die ÖBB am ursprünglichen Plan festhalten und aus der Bahnstrecke in eine Anschlussbahn umwandeln. Das Land will die Strecke erhalten, weil „sie im Hinblick auf eine Verlängerung der Bahnlinie von Oberwart bis nach Szombathely wichtig ist“.