Erstellt am 06. Juli 2011, 00:00

Römische Skelette bei Bauarbeiten entdeckt. KNOCHENFUND / Auf einem Baugrund in Marz wurden bei Grabungsarbeiten zwei Skelette aus der Römerzeit geborgen.

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MARZ / Bauarbeiter stießen vergangene Woche bei Grabungsarbeiten in Marz auf zwei Skelette, die vermutlich aus der Römerzeit stammen. In der Lindengasse in Marz werden derzeit Arbeiten für Wasserleitungen durchgeführt, um die Wasserversorgung eines Baugrundes gewährleisten zu können. Die Arbeiter entdeckten dabei menschliche Knochen, die im Erdreich vergraben waren.

Die Verantwortlichen der Gemeinde verständigten die Bezirkshauptmannschaft Mattersburg, die sogleich Ausgrabungsarbeiten von Fachleuten veranlasste. Die Archäologen legten die beiden Skelette schließlich vorsichtig und in händischer Kleinarbeit frei.

„Es wird vermutet, dass es sich bei den Skeletten um eine Frau und ihr Kind handelt“, verrät der Marzer Ortschef Gerald Hüller. Die menschlichen Überreste dürften aus dem dritten Jahrhundert nach Christus stammen. Aufgrund einer Grabbeigrabe des Kindes – es handelt sich dabei um eine Lampe – wird vermutet, dass es im Gebiet rum die Fundstätte eine alte Römersiedlung gegeben hat. Die beiden Skelette wurden vergangenen Freitag geborgen; das Grundstück wurde auf weitere Funde untersucht. „Es wurde nichts mehr gefunden. Wir vermuten aber, dass wir eventuell bei der Aufschließung von weiteren Hausplätzen wieder fündig werden“, so Ortschef Gerald Hüller.

Fundgrube. Dem Skelett des römischen Kindes wurde als Grabbeigabe eine Lampe beigelegt. Archäologen vermuten, dass die menschlichen Überreste aus dem dritten Jahrhundert nach Christus stammen.