Erstellt am 04. November 2012, 17:36

Rosner triumphiert. Stichwahl / Georg Rosner ist mit 54 Prozent der Stimmen neuer Bürgermeister von Oberwart. Gerhard Pongracz bleibt vorerst Abgeordneter.

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Von Michael Pekovics

OBERWART / Überraschend deutlich fiel die Stichwahl um das Bürgermeisteramt in Oberwart aus. Georg Rosner (ÖVP) wurde mit 53,6 Prozent der Stimmen als neuer Stadtchef gewählt, Landtagsabgeordneter Gerhard Pongracz erhielt nur 46,4 Prozent.

Schon am Vormittag hatte sich dieser Trend abgezeichnet, im Ortsteil St. Martin (Sprengel 6) erhielt Rosner im Vergleich zum ersten Durchgang um 18 Stimmen mehr, Pongracz legte nur um zehn Stimmen zu. Als dann das erste Sprengelergebnis gegen 16.30 Uhr im Oberwarter Rathaus eintrudelte, konnte die versammelte ÖVP-Riege ihre Freude nur noch schwer im Zaum halten. Spätestens als dann die Ergebnisse von fünf von sechs Sprengel vorlagen, war klar: Georg Rosner stößt Gerhard Pongracz vom Bürgermeisterthron und wird in den kommenden fünf Jahren die Geschicke der Bezirkshauptstadt lenken.

Direkt nach Bekanntgabe des Endergebnisses schnappte sich Pongracz seinen Nachfolger und gratulierte: „Georg, ich gratuliere dir zum Sieg und wünsche dir und der Stadt nur das Beste für die Zukunft.“ Rosner bedankte sich einerseits für die Glückwünsche und andererseits für den „sehr fair verlaufenen Wahlkampf“.

In einer ersten Reaktion meinte der neue Stadtchef Rosner im Gespräch mit der BVZ, dass „ich auf diesen Ausgang gehofft habe, aber dass es so klar ausgeht, das hat mich doch überrascht.“ Hauptgrund dafür sei, dass „wir den Schwung aus dem ersten Wahlgang (Rosner bekam am 7. Oktober um 46 Stimmen mehr als Pongracz, Anmerkung) mitgenommen haben. Die Menschen haben für Veränderung gestimmt, das war ausschlaggebend für den Ausgang der Wahl – danke an alle Bürger, die für mich gestimmt haben.“

Der sichtlich enttäuschte Pongracz meinte in einer ersten Reaktion, dass „mein Team und ich den vergangenen zehn Jahren viel in Oberwart bewegt haben, aber offensichtlich waren andere Faktoren wichtiger. Trotzdem danke an mein Team, das in den vergangenen vier Wochen alles gegeben hat und danke an die Wähler, die mir ihre Stimme gegeben haben.“ An einen Rückzug aus der Politik denkt Pongracz vorerst nicht, er will Landtagsabgeordneter bleiben.

Die Arbeit im Gemeinderat wird für den neuen ÖVP-Stadtchef aber nicht einfach: Seine Partei hält elf Mandate, die SPÖ zehn, die FPÖ drei und die Grünen eines.