Erstellt am 22. Dezember 2010, 00:00

Roter Bus fährt „anders“ weiter. VERKEHR / Den Unteren Pinka- und Stremtalbus gibt es nicht mehr. Nun wird an einer Alternative gearbeitet. Bereits Anfang Jänner werden Ergebnisse und der Start erwartet.

VON SARAH WAGNER
REGION / Der Rote Bus musste durch Fördersenkungen seitens des Landes und Bundes eingestellt werden. Nun sind die Verantwortlichen dabei, eine Alternative zum Unteren Pinka- und Stremtalbus zu finden.

Ein Gespräch zwischen Vertretern des Gemeindeverbandes „Personennahverkehr Unteres Pinka- und Stremtal“ und dem Land mit Landeshauptmann Hans Niessl und Landesvize Franz Steindl stellte die Weichen für ein neues Projekt, das aber nicht mehr den bisherigen Namen tragen soll. „Den Roten Bus in der bisherigen Form wird es nicht mehr geben“, betont Bundesrat und Bürgermeister Walter Temmel. Obmann des Gemeindeverbandes Peter Vadasz erklärt die Situation: „Wir versuchen gerade ein Folgeprojekt auf die Beine zu stellen.“ Die Linie soll aber nicht nur das Untere Pinkatal mit der Bezirkshauptstadt Güssing verbinden, auch Oberwart soll laut Vadasz und Temmel eingebunden werden.

Ergebnisse werden  Anfang Jänner erwartet

Auf die Unterstützung des Landes ist der Verband angewiesen: „Ein Vertrag mit dem Land ist für ein Nachfolgeprojekt unumgänglich“, führt Walter Temmel aus. Seitens des Landes wollte man noch keine Stellungnahme zum Vorhaben abgeben. Landesrätin Verena Dunst spricht aber bereits von einer Pressekonferenz am 5. Jänner, bei der das Projekt vorgestellt werden soll. Laut Vadasz soll bis zum 10. Jänner eine Lösung gefunden sein. Temmel spricht von der Präsentation eines Alternativprojekts nach den Weihnachtsferien.

„Karl-Heinz Winkler (Geschäftsführer des Roten Busses) und die Firma Südburg arbeiten derzeit an einer neuen Variante des Busverkehrs im Unteren Pinkatal“, so Temmel und legt die Forderungen auf den Tisch: „Der Bus muss attraktiv bleiben und kurze Wartezeiten aufweisen. Vor allem die Spitzenzeiten in der Früh, mittags und abends müssen ausreichend mit Fahrkursen versorgt werden.“ Temmel fordert mindestens einen Zwei- bis Zweieinhalbstundentakt des „neuen Busses“. „Stehzeiten und Leerläufe der Südburgbusse könnten genutzt werden“, lautet eine der Ideen.

Welche Route geplant ist, steht noch nicht fest: „Es kommt darauf an, wer was dazuzahlt und was es kostet“, sagt Ortschef Temmel. Im Unteren Pinkatal ist man sich jedoch bewusst, dass die neue Variante eine abgespeckte sein wird. „Die Frequenz wird niedriger sein, wir müssen alles optimieren. Aber so wie es jetzt ist, kann es nicht weitergehen. Ich habe kürzlich eine 70-jährige Frau bei Schneefahrbahn mit dem Rad gesehen, weil sie für ihren Mann Medikamente holen musste, das tut mir weh. Mobile verstehen vielleicht nicht immer, dass viele Menschen auf den öffentlichen Verkehr angewiesen sind“, so Temmel abschließend.

Seitens des Unternehmens Südburg wollte man noch keine Details bekannt geben.