Erstellt am 08. Februar 2012, 00:00

Ruine vor dem Abriss: Jetzt droht Rechtsstreit. LÖSUNG IN SICHT / Noch im Februar wird Abrissbescheid für den Rohbau auf der Hauptstraße ergehen. Eigentümer ist erzürnt.

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VON MICHAEL PEKOVICS

OBERWART / Bis die Bagger auffahren, wird es mit Sicherheit noch eine Zeit dauern. Der Anfang vom (voraussichtlichen) Ende der „iV-Ruine“ wird aber in den nächsten Wochen gemacht: Wie bei der Gemeinderatssitzung (siehe Seite 15) am Mittwoch der Vorwoche bekannt gegeben wurde, wird der Abrissbescheid noch im Februar ausgestellt.

„Der Eigentümer hat einen Verbesserungsauftrag bekommen, den er aber nicht umgesetzt hat“, heißt es dazu aus dem Rathaus. Die BVZ hat Eigentümer Johann Schreiner, Geschäftsführer der Technopark Raaba Liegenschaftsverwertung und -verwaltungs GmbH, damit konfrontiert. „Das ist eine Schweinerei, wir lassen uns das nicht mehr gefallen“, polterte ein sehr aufgebrachter Schreiner. „Wir haben insgesamt schon vier Mal umgeplant  – wer bezahlt uns diese Kosten?“

„Wir haben nirgends  Probleme – nur in Oberwart“

Tatsächlich wurde erst vor wenigen Wochen ein neues Projekt eingereicht: Betreute Wohnungen für Senioren hätten entstehen sollen. „Die Gemeinde hat uns das empfohlen und jetzt will sie, dass wir abreißen?“, fragt Schreiner. „Wir haben in ganz Österreich keine Probleme mit Behörden – nur in Oberwart spielt man mit uns Ping Pong.“ Laut Schreiner sei das jüngst eingereichte neue Projekt nur deswegen abgewiesen worden, weil nicht genügend Parkplätze eingeplant waren. „Ich werde Sachverständige einschalten und meine Anwälte informieren. Wir lassen uns das nicht länger gefallen“, kündigt Schreiner an. „Wenn wir das gewusst hätten, dass die Stadt so mit uns umgeht, hätten wir das Gebäude nie ersteigert.“ Schreiner macht auch gleich ein Angebot: „Wenn die Stadt will, kann sie das Gebäude kaufen – um 1,5 Millionen Euro. Wenn nicht, dann wird?s einen jahrelangen Rechtsstreit geben.“

Die Verantwortlichen aus dem Rathaus sehen sich aber im Recht: „Wir sehen der Sache sehr gelassen entgegen. Schreiner hat in der Vergangenheit immer Dinge zugesagt und dann hat nie etwas gestimmt. Gesetze sind von allen einzuhalten.“