Erstellt am 25. April 2012, 00:00

S7-Baustart noch im Herbst. VERKEHR / Die Asfinag plant den Spatenstich für die weiter umstrittene Fürstenfelder Schnellstraße S7 für September. Die Fertigstellung ist für 2017 geplant.

VON CARINA GANSTER

REGION SÜDBURGENLAND / Für den Teilabschnitt der S7 zwischen Riegersdorf und Dobersdorf wurden – wie es nun scheint – alle Hindernisse aus dem Weg geräumt. Am Freitag wurden die Details von der Asfinag präsentiert. Mehr als zehn Jahre nach der ersten Projektbesprechung und ein Jahr nach der Ausstellung des positiven UVP-Bescheides soll nun im September der Spatenstich für die S7 erfolgen.

Der Großteil der Grundstückablösen sind abgeschlossen, bei zehn Prozent der Eigentümer wird es aber wahrscheinlich zu Behördenverfahren kommen. Der Bau beginnt am späteren Knoten mit der Südautobahn in Ilz mit der Verbreiterung der bestehenden Brücke. Der kritischste Bauabschnitt, der Tunnel bei Rudersdorf soll erst im Frühjahr in Angriff genommen werden.

„Wir rechnen mit einer Fertigstellung des Westabschnittes 2016/2017. Abhängig auch davon, wie wir mit den Ausschreibungen vorankommen und ob es Einsprüche bei den Bauvergaben gibt. Der schwer zu erreichende Tunnel bei Rudersdorf könnte ebenfalls eine Verzögerung des Zeitplans bringen. Wir werden versuchen, uns an unseren Plan zu halten“, sagt Asfinag-Geschäftsführer Alexander Walcher.

Der erste Bauabschnitt soll 435 Millionen Euro kosten, 92 Millionen davon sind für Umweltmaßnahmen eingeplant: „Hier geht es um waldverbessernde Maßnahmen. Es werden Amphibienlaichgewässer angelegt, Wiesen werden in Brachflächen und Äcker in Wiesen umgewandelt, um die ökologische Funktionsfähigkeit aufrecht zu erhalten“, so Walcher. Es gebe nach wie vor Widerstände gegen das Projekt, räumt die Asfinag ein – man rechne aber dennoch damit, dass das Bauvorhaben ohne größere Proteste durchgeführt werden kann - immerhin bringe das Projekt eine Entlastung für die mehr als 10.000 Einwohner der Region, argumentiert die Asfinag.

UVP-Verfahren für Ost-  Abschnitt laufen noch

Für den zweiten Bauabschnitt, die 14 Kilometer von Dobersdorf bis zur Staatsgrenze, laufen derzeit die UVP-Verfahren. Kommt es hier zu keinen größeren Verzögerungen, soll 2014 mit den Bauarbeiten begonnen werden. Spätestens 2017 soll die gesamte Strecke der Fürstenfelder Schnellstraße (S7) fertiggestellt sein.