Erstellt am 22. Februar 2012, 00:00

Salz steht in der Kritik. VERKEHR / Grüne und FPÖ kritisieren Streusalzeinsatz. Derzeit liegt der Verbrauch um rund ein Drittel unter dem des Vorjahres.

VON MICHAEL PEKOVICS

REGION / Obwohl es bisher kaum geschneit hat, waren die Mitarbeiter des Betriebsdienstleistungszentrums Süd (BBS) bisher fast genau so oft im Einsatz wie im Vorjahr. Die Menge des eingesetzten Streusalzes hat sich allerdings verringert. „Das ist deswegen so, weil aufgrund der Kälte viele Fahrten unternommen werden mussten, um bei den neuralgischen Punkten zu streuen“, erklärt BBS-Leiter Erwin Pausz. Laut ihm wurde heuer aber viel weniger Salz und Split gestreut: „Im Vergleich zum Vorjahr haben wir eine Reduktion um rund ein Drittel“, sagt Pausz. Eingesetzt wird hauptsächlich loses Siedesalz, das im Gegensatz zu gemahlenem Steinsalz optimal zu dosieren sei.

„Übertriebener Einsatz von  Salz schädigt die Umwelt“

Das sehen die Grünen mit Bezirkssprecher Wolfang Spitzmüller anders: „Es gibt zwar eine Richtlinie des Landes, aber keine bindenden Vorschriften, wo welche Streumittel in welcher Menge eingesetzt werden dürfen. Kein Wunder, dass im Zweifelsfall zuviel gestreut wird“, kritisiert Spitzmüller und fordert den Einsatz von Streumitteln mit Umweltzeichen.

FPÖ-Nationalrat Norbert Hofer ist ähnlicher Meinung und hat einen anderen Vorschlag: „In Frankreich wird im heurigen Winter erstmals ein vielversprechendes Verfahren mit Traubenresten erprobt. Das wäre eine Chance für die vielen Weinbaugebiete der Region.“ Für Pausz „durchaus eine Möglichkeit, wenn das Verfahren auch gründlich erprobt ist.“