Erstellt am 02. Februar 2011, 00:00

Sanierung innen und außen. KRANKENHAUS OBERWART / Rezar kündigt Start der Generalsanierung für das erste Quartal 2012 an. Kritik kommt von der Liste Burgenland: „Offensichtlich kein Geld da.“

Die Generalsanierung des Krankenhauses Oberwart startet laut Landesrat Peter Rezar im ersten Quartal 2012. 80 Millionen Euro werden am Kapitalmarkt aufgenommen. ARCHIV  |  NOEN
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VON MICHAEL PEKOVICS

OBERWART / Die Spatzen pfiffen es schon länger von den Dächern, jetzt ist es offiziell. KRAGES-Geschäftsführer Hannes Frech (Burgenländische Krankenanstalten) bestätigte gegenüber der BVZ, dass Verwaltungsdirektor Ewald Schlaffer nur mehr bis Ende Juni in Oberwart seinen Dienst versehen wird. „Wir werden die Funktion per 1. Juli neu ausschreiben“, bestätigt Frech und dementiert damit Gerüchte, dass die Stelle nicht nachbesetzt hätte werden sollen. „Unser Schlachtschiff braucht eine Führung.“

„Entscheidung gemeinsam 

Grund für die personelle Umstellung ist laut Frech „eine gemeinsame Entscheidung, Schlaffer ist mit diesem Anliegen an die KRAGES herangetreten“. Der „bald nicht mehr“ Verwaltungsdirektor wird wieder in den Landesdienst zurückkehren und wird – wie auch schon bisher – EU-Projekte betreuen. Schlaffer war zu Redaktionsschluss erkrankt und für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

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Die geplante Generalsanierung war in der Vorwoche Thema im Landtag. Landesrat Peter Rezar kündigte den Baubeginn für das erste Quartal 2012 an. „Natürlich können Einsprüche bei den Ausschreibungsverfahren immer zu Verzögerungen führen – gerade in Zeiten, wo um Aufträge gerittert wird“, meint dazu Frech.

Die Kosten sollen die Summe von 80 Millionen Euro aber nicht übersteigen. In diesem Punkt gibt es Kritik von Manfred Kölly, Landtagsabgeordneter der LBL (Liste Burgenland): „Warum wird das kostenintensive Projekt Nordumfahrung Schützen, das dort auf massiven Widerstand stößt, betrieben, wenn das Land offensichtlich finanziell nicht in der Lage ist, die dringend notwendige Sanierung des Krankenhauses Oberwart durchzuführen?“, fragt Kölly. Aus dem Büro von Landesrat Peter Rezar heißt es, dass „die Finanzierung derzeit erarbeitet wird. Wie bei allen großen Bauprojekten wird die Summe am Kapitalmarkt aufgebracht. Erleichtert wird das dadurch, dass die Durchführung der Sanierung länger dauern wird und der Betrag nicht auf einmal fällig ist“. Die Finanzabteilung der KRAGES sei mit der Ausarbeitung der Finanzierungsmodalitäten befasst.