Erstellt am 14. September 2011, 00:00

Saures gibt’s für Süßes. AKTION SCHARF / Die Wirtschaftskammer fand bei 49 Kontrollen in Buschenschenken und bei Veranstaltungen 33 Übertretungen.

 |  NOEN
Ende Juni kündigte die Wirtschaftskammer Burgenland (WK) eine „Aktion scharf“ an – gegen Heurigenwirte, die sich nicht an die Vorschriften halten oder gegen Veranstaltungen und Feste. Bei 49 Überprüfungen gab es in 33 Fällen teilweise massive Überschreitungen. Hauptkritikpunkte waren laut Franz Perner von der Sparte Tourismus in der WK Burgenland, dass Buschenschenken mehr anbieten, als ihnen erlaubt ist. Torten oder Schnitzel stünden da wie ganz selbstverständlich auf der Speisekarte. „Ein Buschenschank darf nur selbst gemachte Wurst anbieten“, so Perner. Und Nachspeisen gar nicht, außer es handelt sich um Verpacktes, wie beispielsweise Schnitten. Außerdem sei es gang und gäbe, dass außerhalb der Öffnungszeiten Geburtstagsfeiern angeboten sowie ganze Busladungen an Gästen abgefertigt werden.

Jugendfeste im  Visier der Ermittler

 

Auch verschiedenste Veranstaltungen wurden überprüft. „Wir stießen dabei auf einen Verein, der als einziges Ziel das Abhalten von Veranstaltungen hat, aber trotzdem die Gemeinnützigkeit für sich beansprucht und damit die gleichen Vorteile genießt wie die Feuerwehr“, so Perner. Durch diesen Wildwuchs an Jugendpartys musste bereits die Disco P3 in Stegersbach über den Sommer schließen. „Teilweise zeigen sich die Heurigenwirte gegenseitig an“, so Perner. Andere Beschwerden kämen anonym. Die Folgen der Verstöße reichen von Mahnschreiben bis hin zu Anzeigen . “Beim ersten Mal liegen die Strafen zwischen 150 bis 250 Euro“, so Perner. „Und dann wird schon geschaut, ob sich derjenige auch an die Vorschriften hält.“