Erstellt am 01. Mai 2013, 00:00

Schlafen in der Not. Neues Angebot /  Jetzt gibt es auch im Südburgenland eine Notschlafstelle. Sie wurde auf Initiative der Caritas in Oberwart eingerichtet.

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OBERWART, BEZIRK / Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics und der evangelische Superintendent Manfred Koch segneten die Notschlafstelle in der Molkereistraße 4 in Oberwart. Sie verstehen das Haus als Hilfe zur Selbsthilfe. „Die Caritas hat diese Notschlafstelle eingerichtet, weil wir bemerkt haben, dass Bedarf besteht und weil es unsere Aufgabe als Caritas ist, für Menschen in Not da zu sein und ihnen ein sprichwörtliches Dach über dem Kopf zu geben“, sagte Caritas-Direktorin Edith Pinter.

Die Notschlafstelle verfügt über sechs Betten, eine Dusche, eine kleine Küche und einen Aufenthaltsraum. „Die Notschlafstelle dürfen Menschen in Not, vorwiegend Männer, ab dem 18. Lebensjahr benutzen. Eine Nacht kostet nach Möglichkeit zwei Euro. Wenn die Bewohner diesen Betrag nicht aufbringen können, dann wird das von der Caritas übernommen“, so Pinter. Die Diakonie stellt den Bewohnern täglich eine warme Mahlzeit zur Verfügung. Für das Frühstück und das Abendessen kommt die Caritas auf. „Mit der Notschlafstelle ist eine Lücke im bestehenden Sozialnetz geschlossen worden“, erklärte Bürgermeister Georg Rosner bei der Eröffnung.

Bischof Ägidius Zsifkovics, Georg Rosner, Edith Pinter und Manfred Koch (v.l.) bei der Segnung der Notschlafstelle der Caritas.

Pekovics