Erstellt am 10. August 2011, 00:00

Schon wieder Streit um die Gemeindeführung. DICKE LUFT / ÖVP Pinkafeld schießt scharf gegen Amtmann Christian Pfeiffer, SP-Bürgermeister Maczek ist empört.

PINKAFELD / Der gut bezahlte, mit Sondervertrag ausgestattete Gemeindebedienstete Christian Pfeiffer ist der neue Oberbürgermeister der Stadtgemeinde Pinkafeld, so VP-Vizebürgermeister Thomas Pickl in einer Aussendung der ÖVP Pinkafeld. Laut Pickl führt der Bruder des SP-Stadtrates umfangreiche Personal- und Organisationsmaßnahmen durch, die erhebliche Mehrkosten für die Stadtgemeinde bedeuten und eine Verschlechterung der Serviceleistungen für die Bevölkerung bringen.

Die Personalpolitik der Stadtgemeinde führe immer mehr zu einem Klima der Verunsicherung, des Misstrauens und der Angst unter den Betroffenen sowie zum Unmut in der Gemeindepolitik. Langjährigen Mitarbeitern werden Zulagen gestrichen. Im Bauhof wird die Verwaltung aufgebläht in dem neue Abteilungen mit Abteilungsleitern geschaffen werden. Mitarbeiter werden ohne Absprache wie Schachfiguren verschoben. Stadt- oder Gemeinderat werden überhaupt nicht eingebunden, empört sich Pickl und fragt, ob der Bürgermeister seine Agenden schon zur Gänze an seinen Sekretär Pfeiffer abgegeben hat?

Die ÖVP Pinkafeld befürchtet, dass mit diesen Maßnahmen die Personalkosten in Zukunft explodieren werden und das Service für die Bevölkerung nicht gegeben sein wird. Immer mehr komme in der Personalpolitik die SP-Machtpolitik und Günstlingswirtschaft in der Pinkafelder Stadtverwaltung zum Vorschein.

Maczek stellt klar: Der  Chef bin immer noch ich

Das will Bürgermeister Kurt Maczek nicht auf sich sitzen lassen. Grundsätzlich darf ich schon feststellen, dass der Chef in der Stadtgemeinde Pinkafeld noch immer ich bin, dass ich mit meinen Stadträten Entscheidungen treffe und dass für das Wohl der Stadt hoch qualifizierte Mitarbeiter herein geholt und zukunftsträchtige Strukturen geschaffen werden, sagt Maczek und meint weiter: Ich finde es sehr bedenklich, wenn sich hinter den Aussagen des Vizebürgermeisters Pickl ein neuer Gegenkandidat versteckt, der doch vor einigen Jahren von der ÖVP Pinkafeld rausgeschmissen wurde und jetzt politisches Kleingeld machen will. Nachdem schon vor längerer Zeit im Rathaus eine sehr sinnvolle Umstrukturierung stattgefunden habe, sei der lange Krankenstand des Bauhofleiters zum Anlass genommen worden, auch hier eine schon länger geplante Umstrukturierung vorzunehmen. Der Bauhof wurde in eine planende und eine ausführende Ebene unterteilt, wobei in Zukunft in der planenden Ebene ganz bestimmt definierte Aufgabenbereiche zu erfüllen sind.

Mit den Aussagen der ÖVP werden Mitarbeiter im Bauhof, die Verantwortungsbereiche übernommen haben, ganz einfach diskriminiert. Es ist falsch, dass für die Stadtgemeinde erhebliche Mehrkosten entstehen, es ist falsch, dass langjährigen Mitarbeitern Zulagen gestrichen werden und es ist falsch, dass die Personalkosten in Zukunft explodieren werden, sagt der SP-Bürgermeister. Im Gegenteil, seien diese in den letzten beiden Jahren eher gesunken.

Zum Vorwurf der Günstlingswirtschaft sagt Maczek: In der Vergangenheit wurde für hunderte von Baggerstunden ein Gerät vom Bauunternehmen angemietet. Seitdem ich Bürgermeister bin, gibt es schon den zweiten eigenen Bagger, der fast täglich im Einsatz ist und der sich schon vielfach gerechnet hat.