Erstellt am 03. Mai 2011, 14:23

Sechs Festnahmen nach Lagerhaus-Einbrüchen. Einer Bande, auf deren Konto Einbrüche in Werkstätten und Lagerhäusern im Burgenland mit einem Schaden von rund 67.000 Euro gehen sollen, haben Ermittler aus Österreich und Ungarn gemeinsam das Handwerk gelegt.

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Die Coups wurden im Zeitraum von August 2009 bis April 2010 verübt. In den vergangenen Monaten nahm die Polizei in Ungarn sechs Verdächtige fest, die nach Österreich in die Justizanstalten Eisenstadt und St. Pölten überstellt wurden, berichtete die Sicherheitsdirektion Burgenland am Dienstag.

Die Gruppe war nicht nur im Burgenland am Werk: Auch in Oberösterreich und in Niederösterreich, wo gegen die Männer EU-Haftbefehle erwirkt wurden, sollen Bandenmitglieder zugeschlagen haben. Bei einem Einbruch in einem Landmaschinenfachgeschäft im burgenländischen Holzschlag (Bezirk Oberwart) im April vergangenen Jahres mussten die Einbrecher ihr Fahrzeug zurücklassen, als unvermutet eine Polizeistreife auftauchte.

Mit Hilfe des Fluchtautos und von Hinweisen eines Zeugen wurden sechs Ungarn im Alter von 18 bis 30 Jahren ausgeforscht. Kriminalisten aus Oberwart und Jennersdorf sowie vom Landeskriminalamt Burgenland arbeiteten dabei mit ihren ungarischen Kollegen zusammen. Bei insgesamt acht Einbrüchen im Südburgenland und in Großhöflein (Bezirk Eisenstadt-Umgebung) erbeuteten die Täter Motorsägen, Motorsensen, Heckenscheren und andere Arbeitsgeräte. Das Diebesgut wurde dann in Ungarn verkauft.

Nachdem die Bande aufgeflogen war, wurden die Mitglieder von der Kriminalpolizei im ungarischen Körmend verhaftet. Der letzte der mutmaßlichen Täter wurde vor etwa eineinhalb Wochen nach Österreich ausgeliefert. Die Beschuldigten zeigten bei ihren Vernehmungen laut Sicherheitsdirektion Burgenland großteils geständig.