Erstellt am 10. Oktober 2012, 00:00

Sensation: Rosner knapp vor Pongracz. Der Wahlsonntag / ÖVP holt sich Mandatsmehrheit und zwingt Stadtchef Gerhard Pongracz in die Stichwahl (4. November).

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Von Michael Pekovics

OBERWART / Als das Ergebnis aus dem „schwarzen“ St. Martin einlangte (Rosner + 15 Prozent, Pongracz - 23 Prozent), wusste noch niemand, wie sich der Tag entwickeln würde. Zwar zeichnete sich schon ab, dass Stadtchef Gerhard Pongracz Stimmen verlieren würde, in dieser Deutlichkeit war das zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht zu erwarten. Bis zum Abend hin verdichteten sich die Anzeichen auf eine Sensation – bis zum vorläufigen Endergebnis sollten aber noch einige Stunden vergehen.

Bei der Bekanntgabe der Sprengelergebnisse im Bürgermeisterzimmer, wo sich traditionell sowohl SPÖ- als auch ÖVP-Mitglieder versammelt hatten, wurde es dann ganz still. Nach hektischem Rechnen war dann aber schnell klar: ÖVP-Spitzenkandidat Georg Rosner erzwingt eine Stichwahl gegen SPÖ-Stadtchef Gerhard Pongracz – und hat mit 47 Stimmen sogar noch die Nase vorn.

„Habe gespürt, dass wir 

„Ich habe aufgrund der zahlreichen Rückmeldungen bei meinen Hausbesuchen gespürt, dass wir es schaffen können“, sagte Rosner, gab aber auch zu, dass „das Ergebnis in dieser Deutlichkeit doch ein wenig überraschend war“.

Pongracz meinte in einer ersten Reaktion zur BVZ, dass das „Ergebnis für mich schmerzhaft ist. Ich habe die Prügel dafür bekommen, dass ich aufgrund der Finanzaffäre, die ja schon 1996 begonnen hat, unpopuläre Konsequenzen ziehen musste“. Jetzt gehe es darum, „die Bürger davon zu überzeugen, dass ich der bessere Bürgermeisterkandidat für Oberwart bin.“

Herzhafte Umarmung. ÖVP-Kandidatin Michaela Reschl gratulierte Vizebürgermeister Georg Rosner zum überraschenden Erfolg.

Lexi