Erstellt am 09. April 2014, 10:58

von Vanessa Bruckner

So viel Stahl wie im Eiffelturm. Stahlbaukunst / Unger Steel stellt Rautendach des Wiener Hauptbahnhof termingerecht fertig und erhält großen Folgeauftrag.

Unger Steel stellte das Rautendach des Wiener Hauptbahnhof termingerecht fertig. Foto: Roman Boensch  |  NOEN, Roman Boensch
Wer am Dach eines Hauses steht, steht ganz oben. Das Unternehmen Unger Steel Group fertigt Dächer und ist mit Beendigung der Arbeiten am Rautendach des Wiener Hauptbahnhofes ganz, ganz oben angekommen – im doppelten Sinne.

„Jede Raute ein eigenständiges Meisterwerk“

Bereits mehrfach wurde die 31.000 Quadratmeter große Konstruktion ausgezeichnet, 7.000 Tonnen Stahl wurden dafür verbaut. Zum Vergleich: Das entspricht derselben Menge wie jener des Eiffelturms. 2011 begann das Unternehmen aus Oberwart mit dem Bau des Rautendaches, Ende April wird es nun fertig sein.

Matthias Unger war sichtlich stolz, als er das Großprojekt kürzlich der Presse präsentierte: „In jeder einzelnen Raute steckt eine absolut außergewöhnliche Meisterleistung mit rund 7.000 Stunden Planung, 2.300 Trägern und 13.500 Blechzuschnitten. Jede der insgesamt 14 Rauten ist durch seine leichte Neigung individuell und weicht in seiner Konstruktion von den anderen ab. So gesehen ist jede einzelne Raute ein eigenständiges Meisterwerk für sich.“

Nächster Auftrag wartet bereits

Das 200 Meter lange und 120 Meter breite Dach überspannt fünf Bahnsteige. „Es macht uns stolz, einen wesentlichen Beitrag zur Realisierung dieses zukunftsweisenden Projektes geleistet und so das Stadtbild Wiens entscheiden mitgeprägt zu haben“, so Matthias Unger abschließend, dessen Unternehmen allerdings nur eine kleine Verschnaufpause bleibt, denn der Stahlexperte hat bereits den nächsten Auftrag in der Tasche.

„Wir wurden zusätzlich mit der Überdachung des Vorplatzes Nord-West, also in Richtung Südtiroler Platz, betraut“, berichtet Unger. Die Stahlbauarbeiten dafür beginnen bereits im Juni dieses Jahres am Areal des Hauptbahnhof. An der Planung der neuen, rund 473 Quadratmeter großen architektonischen Glas-Stahl-Überdachung, arbeiten die Experten des Oberwarter Unternehmens bereits.