Erstellt am 04. April 2012, 00:00

„So macht Technik Spaß“. SCHULPROJEKT / Die Bildungsregion Lafnitztal setzt mit einem österreichweit einzigartigen Pilotprojekt wieder neue Maßstäbe.

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VON SILKE ROIS

REGION / Am Freitag luden die Schulen und Kindergärten der „Bildungsregion Lafnitztal“ gemeinsam mit der HTL Pinkafeld zur Präsentation eines besonderen Projekts. Zwei Wochen lang machten sich Kinder und Schüler zwischen drei und 18 Jahren gegenseitig „Lust auf Technik.“

„Die Nachfrage nach  Technik-Experten steigt“

 

Zuerst besuchten Schüler der Neuen Mittelschule (NMS) Allhau die HTL in Pinkafeld, wo sie in Begleitung von HTL-Schülern in Bereichen wie Mechatronik, Pneumatik, EDV oder Bautechnik experimentell Erfahrungen sammeln konnten. Dann kamen die Volksschulen aus Buchschachen, Markt Allhau, Wolfau und Loipersdorf an die NMS, wo die Mittelschüler den Volksschülern dem Alter angepasste Lehrinhalte vermittelten. Und schließlich besuchten die Kindergärten des Lafnitztals ihre jeweiligen Partner-Volksschulen, wo die Volksschüler zum Abschluss den Kindergartenkindern kleine technische Experimente zeigten.

„Schon einige Jahre lang arbeiten die Bildungsinstitutionen im Lafnitztal eng und erfolgreich zusammen“, erläutert NMS-Direktor Alfred Lehner, der gemeinsam mit Wilfried Lercher von der HTL Pinkafeld dieses Projekt initiierte, „aber die Technik-Schiene hat bisher gefehlt“. Gerade in diesem Bereich jedoch steige die Nachfrage nach Experten, und so kam es zu der Idee, den Kindern mit einem schulübergreifenden Projekt mehr „Lust auf Technik“ zu machen. „Es war ein Projekt von SchülerInnen für SchülerInnen“, bei dem auch „Präsentations- und Kommunikationskompetenzen“ gestärkt wurden, erklärt Lehner. Und durch Beteiligung der Pinkafelder HTL, „einer im technischen Bereich federführenden Schule“, sei es gelungen, vom Kindergarten bis zur Sekundarstufe II alle Altersstufen in der Region einzubinden.

Unterstützt wurde man dabei auch von den Firmen Festo und Merlin, die die Schulklassen mit entsprechender technischer Ausrüstung versorgten.

Landesschulratspräsident Gerhard Resch, der sich die Präsentation dieses österreichweit bisher einzigartigen Projektes nicht entgehen ließ, zeigte sich überzeugt davon, dass aus einer „vorbildhaften Schnittstellen-Arbeit“ wie dieser „nur etwas Tolles herauskommen kann“, und betonte, dass es gerade in technischen Fächern immer schwieriger werde, genügend Lehrer zu finden. Deshalb sei es nur zu begrüßen, wenn Kinder schon früh für die Technik begeistert werden.

Das Pilotprojekt wird deshalb auch „sicher nicht zum letzten Mal stattgefunden haben“, kündigte Lehner an. Und ob es das Abschlusslied der Kinder Wirklichkeit werden lässt, bleibt abzuwarten: „Wir sind die weltberühmten Forscher des Bezirks...“