Erstellt am 01. Juli 2015, 10:33

Sozialplan für Triumph-Mitarbeiter. Zentralbetriebsrat und Unternehmensleitung von Triumph in Wiener Neustadt gaben heute Mittwoch eine Einigung auf einen Sozialplan für die Mitarbeiter bekannt - u.a. auch für das Werk in Oberwart.

Triumph-Werk in Wiener Neustadt  |  NOEN, Triumph International AG
In einer Aussendung hieß es: „Zentralbetriebsrat sowie Unternehmensleitung der Triumph International AG teilen mit, dass sich die Verhandlungspartner auf einen Sozialplan für die 380 Mitarbeitenden geeinigt haben, die von der Schließung des Nähwerkes in Oberwart sowie weiteren Umstrukturierungen in der österreichischen Lieferkette unmittelbar betroffen sind.“

Mit Rücksicht auf die aktuellen Arbeitsmarkt-Rahmenbedingungen habe man den Schwerpunkt auf Orientierungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten gelegt. Es werden eine Arbeitsstiftung für umschulungsinteressierte Mitarbeiter sowie ein Fonds eingerichtet, der besondere Härtefälle abfedern helfen soll.

„Die Kolleginnen und Kollegen an den Standorten Wiener Neustadt und Oberwart sind im Rahmen von Betriebsversammlungen am 30. Juni 2015 persönlich informiert worden. Die Vereinbarung sieht im Detail unter anderem vor, dass eine vom Unternehmen finanzierte Arbeitsstiftung eingerichtet wird, die umfangreiche Fortbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen für Mitarbeitende anbietet. Diese Maßnahmen können im Bedarfsfall eine komplette Ausbildung umfassen; auch so genannte Outplacement-Aktivitäten, also die Unterstützung beim Finden einer neuen Stelle, gehören zum Angebot“, so die Aussendung weiter.

„Konsens über soziale Komponenten“

Personen, die aufgrund besonderer Lebensumstände durch den Verlust ihres Arbeitsplatzes besonders schwer getroffen seien, könnten mit zusätzlichen Leistungen rechnen, die deutlich über die gesetzlich vorgesehenen Mindestanforderungen hinausgehen.

Den Sozialpartnern sei damit ein Konsens über soziale Komponenten (Einmalzahlungen) sowie nachhaltige weitere Qualifizierungsmöglichkeiten (Arbeitsstiftung) am Ende der jeweiligen Dienstverhältnisse gelungen.

Weiters hieß es: „Arbeitnehmer- und Arbeitgeber-Vertreterinnen betonen ausdrücklich, dass die Gespräche in wertschätzender Atmosphäre und konstruktiv im Sinne der betroffenen ausscheidenden und teilweise langjährigen Mitarbeiterinnen stattgefunden haben.“

BVZ.at und NÖN.at hatten zum Thema berichtet: