Erstellt am 05. Januar 2011, 00:00

Spital: 15 Minuten gratis parken „kostet“ 50 Cent. PARKGEBÜHREN / System im Spital wird laut Verwaltung „gut angenommen“. Viele Spitalbesucher zahlen 50 Cent umsonst.

 |  NOEN, Pekovics

VON MICHAEL PEKOVICS

OBERWART / Seit November 2007 werden beim Schwerpunktkrankenhaus Oberwart Parkgebühren eingehoben. 50 Cent pro angefangener halber Stunde müssen bezahlt werden. Damals hieß es seitens der Krankenhausverwaltung, dass es „die Möglichkeit gibt, 15 Minuten gratis parken zu können“.

Das ist im Prinzip auch richtig, wie ein Lokalaugenschein der BVZ ergab. Allerdings wird diese „Möglichkeit“ nicht unbedingt gut kommuniziert. Denn 15 Minuten gratis parkt man nur in einem Fall: wenn die Parkkarte NICHT in den Automaten gesteckt wird. Nur wenn man sich die Zeit merkt, vergleicht und unter 15 Minuten bleibt, dann gilt die „Gratis-Viertelstunde“. Das bestätigt auch Verwaltungsdirektor Ewald Schlaffer: „Wenn man reinfährt, keinen Parkplatz findet und den Platz wieder verlässt, geht das mit der Parkkarte, wenn sie nicht in den Automaten gesteckt wird.“ Wenn das Fahrzeug aber abgestellt wird, sind „50 Cent Einstellgebühr zu zahlen. Das steht in der Parkordnung, die neben dem Automaten hängt“. Dass das viele Krankenhausbesucher, die nur für kurze Erledigungen ins Krankenhaus kommen, nicht wissen, weiß Schlaffer. Aber: „In den meisten Fällen dauern die Besuche ja ohnehin länger.“

Gratis-Parken nur wenn  Karte nicht im Automaten ist

Beim Test der BVZ stand allerdings eine Warteschlange vor dem Automaten und drei der Besucher, die vor der BVZ an der Reihe waren, zahlten 50 Cent – standen mit ihrem Pkw also zwischen ein paar und 30 Minuten am Parkplatz („50 Cent pro angefangener 30 Minuten“).

Über die Weihnachtsfeiertage gab es ein zusätzliches Problem am Krankenhausparkplatz: die Zeiten zwischen den Uhren im Haus und am Automaten lagen um sieben Minuten auseinander. „Das Problem wurde mittlerweile gelöst“, weiß Schlaffer, der von „positiven Rückmeldungen der Krankenhausbesucher“ im Bezug auf die seit 2007 eingehobenen Gebühren berichtete. „Jetzt ist es wenigstens so, dass fast immer ein Parkplatz frei ist“, weiß Schlaffer die Begründung.

„Kein Kommentar“ zu  Schlaffer-Ablöse-Gerüchten

Über den Jahreswechsel waren Gerüchte über eine Ablöse von Schlaffer aufgetaucht. Es hieß, dass sein Vertrag nicht verlängert werden würde. Sowohl seitens der KRAGES (Krankenanstaltengmbh) als auch von Schlaffer heißt es dazu nur trocken „kein Kommentar“.