Erstellt am 06. Juni 2012, 08:44

Spital: FPÖ fürchtet Kostenfalle für Land. GESUNDHEIT / Freiheitliche erneuern Kritik an Umbau-Planung und kündigen Prüfauftrag an den Landesrechnungshof an.

VON EVA LEEB UND MICHAEL PEKOVICS

OBERWART / Noch in diesem Monat wird die FPÖ den Burgenländischen Landesrechnungshof mit der Prüfung des Entstehungs- und Planungsprozesses für die bevorstehende Generalsanierung des Krankenhauses beauftragen. Laut Ilse Benkö droht das Projekt zum „Fallstrick für das Land“ zu werden: „Der Planungsstatus ist kaum überschaubar. Mittlerweile ist sogar schon von Kosten in der Höhe von 110 Millionen Euro die Rede, zu Beginn waren es 60 Millionen. Bis jetzt sind keine Maßnahmen bekannt, um den immer höher werdenden Kosten Herr zu werden.“ Benkö will sich nicht vorwerfen lassen, „nichts gegen die drohende Kostenexplosion getan zu haben“.

Für Landesrat Peter Rezar (SPÖ) ist Benkö „in der Thematik Laie und noch dazu ahnungslos“, denn: „Die Kollegin verwechselt etwas: Es gibt zwei Planungen, die erste im Umfang von 80 Millionen wurde verworfen. Aktuell gibt es eine Vorgabe und die heißt: 97 Millionen und nicht mehr.“ Rezar räumt aber ein, dass es bei langjährigen Bauprojekten immer wieder zu Kostensteigerungen kommt. „Man kann nicht voraussehen, wie sich der Baukostenindex entwickelt. Bis 2016 kann es schon sein, dass die Baukosten um sechs bis acht Prozentpunkte steigen.“

Derzeit wird die Generalplanung erstellt, parallel dazu wird das europaweite Ausschreibungsverfahren von einem darauf spezialisierten Unternehmen vorbereitet. Die von Benkö angekündigte Überprüfung durch den Rechnungshof begrüßt Rezar: „Die KRAGES ist eines der meistgeprüften Unternehmen und hat immer exzellente Ergebnisse erzielt.“