Erstellt am 11. Januar 2012, 00:00

Spital: Ilse Benkö warnt vor Kostenexplosion. SANIERUNG / Nach LBL und Rechnungshof fordert auch die FPÖ eine externe Kostenkontrolle. Aber Landesrat Rezar winkt ab.

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VON MICHAEL PEKOVICS

OBERWART / Mehr Kontrolle bei der Sanierung des Krankenhauses Oberwart, das wünscht sich FPÖ-Landtagsabgeordnete Ilse Benkö und fordert einen Landesausschuss. „Vor einem Jahr hat Landesrat Peter Rezar von 80 Millionen Euro gesprochen, heute sind es 100 Millionen“, sagt Benkö und klagt darüber, dass „im Landtag kaum bis gar nicht über das Projekt informiert wird.“ Dabei sei es die größte Investition in der Geschichte des Burgenlandes. Das Projekt selbst stellt die FPÖ-Abgeordnete nicht in Frage: „Aber wenn sich sogar Rechnungshof-Direktor Franz Katzmann zu Wort meldet und eine externe Kontrolle fordert, dann sollte es doch im Interesse des Landes sein, Geld zu sparen und nicht unnötig auszugeben.“

„Jedes Prozent mehr  kostet 100 Millionen Euro“

 

Erfahrungsgemäß könne es bei Projekten in dieser Größenordnung von Kostenüberschreitung von bis zu 20 Prozent kommen. „Jedes Prozent kostet aber eine Million Euro. Ich verstehe nicht, warum das Land nicht erfahrene Experten zurate zieht. Außerdem ist der Landtag bis heute nicht darüber informiert, wie das Geld überhaupt aufgebracht werden soll“, kritisiert Benkö. SPÖ-Landesrat Rezar lässt das nicht gelten. „Wir haben einen Experten-Baubeirat. Der beauftragte Generalunternehmer hat sich an seine Preisgarantie zu halten“, sagt Rezar. „Außerdem gibt es im Land wohl kein Unternehmen, das so umfassend und verantwortungsvoll mit Kontrolle umgeht wie die KRAGES (Anmerkung: Burgenländische Krankenanstalten GmbH)“.