Erstellt am 09. Mai 2012, 00:00

Spital: Neue Strukturen. PENSION / Ärztlicher Leiter geht mit Jahresende in den Ruhestand. Als möglicher Nachfolger ist Gerhard Puhr im Gespräch.

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VON VANESSA BRUCKNER

OBERWART / „25 Jahre vergehen wie im Flug“, stellte Heinrich Kiss bei der Pressekonferenz fest. Seit einem Viertel Jahrhundert leitet er die Interne Abteilung des Oberwarter Krankenhauses, welchem er seit fünf Jahren auch als ärztlicher Leiter vorsteht. Mit Ende des Jahres geht der gebürtige Niederösterreicher nun in den Ruhestand. In seine Zeit als Vorstand fallen unter anderem die Errichtung der Herzüberwachungsstation und die Einführung eines permanenten Labordienstes.

Offiziell gibt es noch keinen Nachfolger für Kiss. Insider munkeln aber, dass Gerhard Puhr, Leiter des Güssinger Spitals, ein heißer Tipp als Anwärter für den Job sein soll. „Die Stelle wird erst im Spätherbst ausgeschrieben“, bremst der zuständige Landesrat Peter Rezar ein. Puhr könnte aber als Nachfolger durchaus infrage kommen. „Er ist Internist und ärztlicher Leiter im Krankenhaus Güssing. Der Verbundgedanke könnte mit solch einer Besetzung bestens weitergespielt werden.“

Wie konkret dieser „Verbundgedanke“ in Zukunft aussehen soll, darüber hält man sich noch bedeckt. „Gerhard Puhr und Heinrich Kiss leiten ja beide nicht nur ein Krankenhaus, sondern auch die jeweilige Interne Abteilung darin. Ob auch in Zukunft ein Arzt beide Positionen abdecken wird, kann man jetzt noch nicht sagen“, so der Gesundheitslandesrat. Es sei aber schwer vorstellbar, da die zeitlichen Ressourcen für beide Jobs kaum ausreichen würden.

In Zukunft wird es „eng“:  Einsparungen notwendig

 

1,4 Mrd. Euro sollen bis 2016 im Gesundheitsbereich eingespart werden. Wirtschaftlich sei es, so die Verantwortlichen, in Zukunft notwendig, dass die Krankenanstalten enger zusammenrücken und in Verbünden denken.

Heinrich Kiss hat im Hinblick auf seinen Nachfolger schon konkrete Wünsche. „Ein Kardiologe soll es werden“, meint er augenzwinkernd. Richtig Angst vor der Pension habe er noch keine. Bei den Feierlichkeiten anlässlich seines silbernen Dienstjubiläums meinte er schmunzelnd: „Momentan kann ich mir ein Leben ohne Krankenhaus ganz gut vorstellen. Eine Pensions-Depression ist vorläufig noch nicht im Anmarsch.“