Erstellt am 09. April 2014, 10:28

von Eva-Maria Leeb

SPÖ entschuldigt sich. Gemeinderat | Vier Stunden dauerte die Wiederholung der abgesagten Ssitzung. Erst unter „Allfälliges“ kam der Vorfall zu Sprache.

So sollte eine Gemeinderatssitzung aussehen. Am 26. März waren die SPÖ-Stühle auf der rechten Seite leer, dieses Mal fast voll besetzt. Foto: Leeb  |  NOEN, Leeb
Nun hat sie also doch stattgefunden, die so heftig umstrittene Gemeinderatssitzung, die eigentlich schon am 26. März hätte stattfinden sollen. Aufgrund kurioser Umstände war dies aber nicht möglich (die BVZ berichtete).

Marathonsitzung: Auch Rechnungsabschluss behandelt

In einer vierstündigen Marathonsitzung wurden nun alle Punkte, unter anderem der Rechnungsabschluss für das Jahr 2013, abgehandelt. Nicht einigen konnte man sich unter anderem bei der zukünftigen Vorgangsweise bezüglich Verkauf der Taxischeine. Diese sind für die Bevölkerung von Pinkafeld und Hochart, vor allem für ältere Menschen, gedacht, um innerhalb des Ortsgebietes schnell und günstig voranzukommen.

„Leider wurden diese immer wieder missbräuchlich für Fahrten außerhalb von Pinkafeld und Hochart verwendet“, erklärte Bürgermeister SP-Kurt Maczek. Durch die Abgabe der Scheine ausschließlich im Stadtamt wolle man diesem Missbrauch einen Riegel vorschieben.

Defizitposten Hallenbad war wieder Thema

Auch das Hallenbad war wieder einmal Thema. VP-Stadtrat Wilfried Drexler verwies auf das jährliche Defizit, welches diese Einrichtung der Gemeinde beschert. „Wir sollten uns hier, über alle Parteigrenzen hinweg, der Initiative von Neusiedl und Eisenstadt anschließen, um jährliche Förderungen vom Land zu lukrieren“, forderte der Stadtrat.

Nicht ausbleiben konnte beim Punkt „Allfälliges“ eine Diskussion über das Nichtzustandekommen der letzten Sitzung. „Wie ich sehe, sitzen heute hier nicht nur Phantome. Das war wahrlich kein Ruhmesblatt für Pinkafeld“, erklärte dazu VP-Vizebürgermeister Friedrich Luisser. Auch FP-Gemeinderat Peter Jauschowetz zeigte sich über die Vorgangsweise der SP-Gemeinderäte enttäuscht.

SP-Stadtparteiobmann Franz Rechberger entschuldigte sich bei den VP- und FP-Gemeinderäten: „Es war ein Fehler, dass wir im Bürgermeisterzimmer geblieben und nicht in den Sitzungssaal gegangen sind.“