Erstellt am 03. Juni 2013, 11:25

Sprengstofffund in Großpetersdorf. In Großpetersdorf, Bezirk Oberwart, fand der Pächter eines Holzschuppens bei Aufräumungsarbeiten eine Handgranate.

 |  NOEN, © Fotos: LPD Burgenland, Abdruck honorarfrei
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Nach Öffnung des Holzbodens durch Beamte des Entminungsdienstes stellte sich heraus, dass dort ein bereits 2004 verstorbener Mann ein Depot mit Patronen für ein Maschinengewehr, für Faustfeuerwaffen, Plastiksprengstoff, Sprengzünder sowie Sprengschnüre etc. angelegt hatte. Die Gegenstände wurden abtransportiert und müssen bezüglich Herkunft und Gefährlichkeit noch genau analysiert werden.
 
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Der Holzschuppen befindet sich auf einer Wiese und ist etwa 400 m vom verbauten Gebiet entfernt. Der 42-jährige Mann aus dem Bezirk Oberwart hatte die Wiese vor kurzem als Pächter übernommen und wollte den Schuppen, der einst als Pferdestall gedient haben dürfte, am 1.6.2013, aufräumen. Dabei fand er eine unter Stroh versteckte Handgranate, die möglicherweise aus dem Jugoslawien-Krieg stammen könnte.
Bei der genauen Durchsuchung, die von Spezialisten des Entminungsdienstes mit Beamten der Polizeiinspektion Großpetersdorf durchgeführt wurde, wurde der Holzboden heraus gerissen. Unter diesem befanden sich Sprengschnüre, elektrische Drähte für Sprengzünder, ein Kilogramm Plastiksprengstoff, Patronen für eine Faustfeuerwaffe 38 Special, zwei Magazine sowie eine größere Anzahl Munition für ein Maschinengewehr (Kalaschnikov).
 
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Wie die bisher durchgeführten Erhebungen ergaben, dürfte das Depot von einem amtsbekannten Mann, der zuletzt in Großpetersdorf wohnhaft war und im Jänner 2004 im Alter von 69 Jahren verstorben ist, angelegt worden sein.
Der Mann, der im ehemaligen Jugoslawien geboren und in der Schweiz aufgewachsen ist, hat in Österreich sowie in der Schweiz wegen illegalem Waffenhandel und zahlreichen Einbruchsdiebstählen mehrjährige Haftstrafen verbüßt. Zuletzt wurde er am 10.10.2002 nach einem Haftbefehl des Landesgerichtes Graz festgenommen.
Unter anderem hat es vor einigen Jahren auch einen Aufsehen erregenden Zwischenfall an der österreichisch-slowenischen Grenze gegeben. Bei einer Kontrolle wurde in seinem PKW Sprengstoff gefunden. Der Mann hat das Fahrzeug damals zurück gelassen und ist während der Personsfeststellung geflüchtet. Er konnte jedoch kurz nach dem Zwischenfall festgenommen werden.